Bild folgtKI-generierte IllustrationClinopodium vulgare
Auch bekannt als: Calamintha clinopodium
43
Arten
interagieren
245
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Wirbeldost (Clinopodium vulgare) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Pflanze trägt ihre rosavioletten Blüten in dichten, quirlartigen Etappen direkt am behaarten Stängel. Als indigene (einheimische) Art ist er eine tragende Säule für die Artenvielfalt in deinem Garten. Besonders Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) profitieren von der sehr langen Blütezeit bis in den Herbst. Mit dieser Staude holst du dir einen robusten Überlebenskünstler für sonnige Plätze ins Beet. Du wirst staunen, wie viel Leben diese Pflanze anzieht.
Ein halbes Jahr Nektar-Garantie: Der Wirbeldost blüht unermüdlich von April bis September.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Wirbeldost eine erstklassige Anlaufstelle für verschiedene Wildbienen und Hummeln. Die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) nutzt die Blüten ebenso intensiv wie die Feldhummel (Bombus pascuorum). Auch spezialisierte Arten wie die Westliche Kuckuckshummel (Bombus campestris) lassen sich regelmäßig an den Blüten beobachten. Da die Pflanze von April bis September blüht, bietet sie über ein halbes Jahr hinweg eine verlässliche Nahrungsquelle, wenn andere Wiesenblumen bereits verblüht sind. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände zudem als Rückzugsort für Insekten.
In puncto Sicherheit solltest du wissen, dass der Wirbeldost laut Datenbank-Einstufung nicht als kindersicher deklariert ist. Obwohl keine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten besteht, ist beim Pflanzen in Bereichen, in denen kleine Kinder spielen, Vorsicht geboten. Die Pflanze ist zwar ein traditioneller Bestandteil unserer Flora, sollte aber nicht verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.36 m
Der Wirbeldost ist wunderbar unkompliziert, wenn man seine Vorlieben kennt. Er bevorzugt einen Standort in der vollen Sonne auf einem frischen, also mäßig feuchten Boden. Da er ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist, solltest du auf Dünger verzichten; magere Erde fördert seine natürliche Standfestigkeit.
Pflanzzeit: Am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Boden: Durchlässig und eher nährstoffarm.
Pflege: Ein Rückschnitt ist erst im Spätwinter nötig, damit Insekten in den Stängeln überwintern können.
Vermehrung: Der Wurzelstock kann im Frühjahr einfach geteilt werden.
Als ideale Begleitpflanze empfehle ich dir die Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen sich den Lebensraum auf mageren Standorten und ergänzen sich durch ihre unterschiedlichen Blütenformen optisch sowie ökologisch hervorragend.
Der Wirbeldost gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet. Er besiedelt als indigene Art bevorzugt Waldränder, Gebüsche und magere Wiesen. Typisch für die Wuchsform ist der vierkantige, behaarte Stängel, der dem Wirbeldost eine gute Standfestigkeit verleiht. Die Pflanze erreicht meist eine Höhe von 30 bis 60 Zentimetern und bildet lockere Bestände, ohne andere Gewächse aggressiv zu verdrängen.
Erhältlich bei Gartenexpedition.de
Partnerhinweis: Die verlinkten Produkte stammen von Gartenexpedition.de. Bei einem Kauf unterstützt du unsere Arbeit.
41 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →