
Cardamine pratensis
Auch bekannt als: Wiesenschaumkraut, Kuckucksblume, Wiesen-Schaumkraut
Artengruppe
96
Arten
interagieren
272
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst das Wiesen-Schaumkraut sofort an seinen zarten, hellvioletten bis fast weißen Blüten, die in lockeren Trauben an aufrechten Stängeln sitzen, und den gefiederten Grundblättern. Es ist eine der wichtigsten Pflanzen für den Naturgarten, da es die Hauptnahrung für die Raupen des Aurofalters (Anthocharis cardamines) darstellt. Auch Wildbienen wie die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) nutzen es als wertvolle Energiequelle im Frühjahr. Wenn du eine feuchte Wiese oder eine halbschattige Ecke hast, ist diese Art ein Muss für dich. Es zeigt dir an, dass dein Boden gesund und ausreichend versorgt ist.
Die unverzichtbare Kinderstube für den Aurorafalter in deinem Garten.
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Das Wiesen-Schaumkraut ist ökologisch hochgradig bedeutsam, besonders als Raupenfutterpflanze für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines). Die Falter legen ihre Eier direkt an den Blütenstielen ab. Als Nektarquelle wird es von zahlreichen Bestäubern besucht, darunter der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und der Ockerbindige Samtfalter (Pararge aegeria). Auch Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) finden hier wichtige Nahrung. Sogar spezialisierte Käferarten wie der Punktkäfer (Sphaerius sp.) nutzen die Pflanze als Lebensraum in feuchten Gartenbereichen.
Die Pflanze ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Sie enthält Senfölglykoside, die bei Verzehr größerer Mengen die Schleimhäute reizen können. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten in typischen Gartenstandorten. Positiv ist jedoch, dass sie in der Wildkräuterküche wegen ihres kresseähnlichen Geschmacks geschätzt wird.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.3 m
Standort: Wähle einen halbschattigen bis sonnigen Platz in deinem Garten.
Boden: Die Pflanze ist ein Mittelzehrer (normaler Gartenboden mit mittlerem Nährstoffgehalt) und benötigt frische Bedingungen (mäßig feuchte Erde).
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Mähe den Bereich erst nach der Samenreife im Juni, damit sich die Pflanze selbst aussäen kann.
Vermehrung: Neben der Aussaat bilden sich an den Grundblättern oft Brutknospen, aus denen neue Pflänzchen wachsen, wenn sie Bodenkontakt haben.
Feuchtigkeit: Achte darauf, dass der Boden im Sommer nicht vollständig austrocknet, da die Art empfindlich auf Dürre reagiert.
Kombination: Gute Partnerin ist die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris), da beide ähnliche Ansprüche an die Bodenfeuchte haben und ökologisch wertvolle Feuchtbiotope ergänzen.
Das Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Es ist in ganz Mitteleuropa indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt frische bis feuchte Fettwiesen sowie Bachufer. Morphologisch auffällig sind die vier kreuzförmig angeordneten Blütenblätter, die namensgebend für die gesamte Familie sind. Eine Besonderheit ist das Fehlen einer Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln), was für viele Kreuzblütler typisch ist und sie an nährstoffreicheren Standorten konkurrenzstark macht.
3 Videos zu Wiesen-Schaumkraut (Artengruppe)



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45 Arten interagieren mit dieser Pflanze
49 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_408292063
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