Bild folgtKI-generierte IllustrationPimpinella saxifraga
Auch bekannt als: Pfefferkraut, Steinpetersilie, Kleine Bibernelle, Steinbrechwurz, Stein-Bibernelle, Bumbernell, Gemeine Bibernelle, Bockwurz
Artengruppe
134
Arten
interagieren
247
Interaktionen
dokumentiert
7
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist die Kleine Pimpinelle an ihren fiederblättrigen Grundblättern, die fast wie kleine Leitern wirken, und den zarten weißen Blütendolden. Diese heimische Wildpflanze ist ein unverzichtbarer Baustein für deinen Garten, da sie als wichtige Kinderstube für den prächtigen Schwalbenschwanz (Papilio machaon) dient. Auch der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) besucht die Blüten regelmäßig auf seiner Suche nach Nahrung. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die ökologisch wertvoll ist und mit mageren Standorten zurechtkommt, liegst du hier genau richtig. Mit dieser Wahl förderst du aktiv die Artenvielfalt direkt vor deiner Terrassentür.
Die Wiege des Schwalbenschwanzes: Ein Muss für sonnige Magerstandorte.
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Die Kleine Pimpinelle ist ein wahrer Magnet für spezialisierte Insekten. Sie dient als essentielle Raupenfutterpflanze für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und den Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus). Auch die Raupen des Pimpinellen-Blütenspanners (Eupithecia pimpinellata) sind auf sie angewiesen. An den offenen Blütendolden kannst du zudem Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) oder die Dickkopf-Schmalbiene (Lasioglossum calceatum) beobachten. Sogar die Rübsenblattwespe (Athalia rosae) und die Blattwespe Tenthredo notha nutzen das Nektarangebot regelmäßig.
In der Datenbank wird die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft. Dies begründet sich vor allem durch die Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Doldenblütlern wie dem Gefleckten Schierling (Conium maculatum). Achte beim Einzug in den Garten genau auf die Merkmale: Der giftige Schierling hat oft rot gefleckte Stängel und einen unangenehmen Geruch, während die Kleine Pimpinelle deutlich kleiner bleibt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (kommt mit sehr wenig Nährstoffen aus) und bevorzugt mageren Boden.
Feuchtigkeit: Ein frischer Standort (mäßig feucht, nicht austrocknend) ist ideal, Staunässe solltest du jedoch vermeiden.
Pflanzzeit: Du kannst sie von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden offen ist.
Pflege: Dünger ist nicht notwendig, da sie an nährstoffarme Bedingungen angepasst ist. Ein Rückschnitt erfolgt erst im Spätwinter, um Insekten Schutz zu bieten.
Vermehrung: Sie versamt sich an geeigneten Stellen von selbst, ohne zu wuchern.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen ähnliche Ansprüche an Licht und Boden und ergänzen sich hervorragend in einem naturnahen Beet, das Insekten über viele Monate hinweg anzieht.
Die Kleine Pimpinelle (Pimpinella saxifraga) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Du findest sie natürlicherweise in Magerrasen (nährstoffarme Wiesen) oder an sonnigen Wegrändern. Typisch für diese Art sind die unterschiedlichen Blattformen an einer Pflanze: Unten rundlich-gefiedert, oben am Stängel schmal und fein zerteilt. Als Indigen (einheimische Art) ist sie perfekt an unser Klima angepasst und gilt nach aktuellen Bestandsdaten als nicht gefährdet.
69 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
58 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →