Bild folgtKI-generierte IllustrationChrysotoxum bicinctum
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An den zwei breiten, gelben Binden auf dem dunklen Hinterleib lässt sich die Zweiband-Wespenschwebfliege (Chrysotoxum bicinctum) sofort erkennen. Sie nutzt die Mimikry (Nachahmung wehrhafter Tiere zum Schutz), um wie eine Wespe zu wirken, obwohl sie für uns völlig harmlos ist. In Deinem Garten ist sie ein nützlicher Gast, der zur Bestäubung zahlreicher heimischer Wildpflanzen beiträgt. Im Frühjahr und Frühsommer kannst Du sie beim Besuch von Scharfem Hahnenfuß (Ranunculus acris), Knolligem Hahnenfuß (Ranunculus bulbosus) oder der Gras-Sternmiere (Stellaria graminea) beobachten. Auch der Echte Kümmel (Carum carvi) dient ihr in dieser Zeit als wichtige Kraftquelle. Während der Sommermonate fliegt sie verstärkt auf das Echte Labkraut (Galium verum), das Aufrechte Fingerkraut (Potentilla recta) oder den Steifhaarigen Löwenzahn (Leontodon hispidus). Sogar kargere Standorte mit dem Hügel-Meier (Asperula cynanchica) werden von ihr gezielt zur Nahrungssuche angeflogen. Im Spätsommer findet man sie oft an der Besenheide (Calluna vulgaris) oder der Glocken-Heide (Erica tetralix). Um diese Art zu fördern, solltest Du heimische Wildblumenwiesen im Garten erhalten und auf chemische Spritzmittel verzichten. Da ihre Larvenentwicklung im Verborgenen stattfindet, helfen ihr ungestörte Bodenbereiche und eine naturnahe Gartenstruktur.
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Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Die Zweiband-Wespenschwebfliege besitzt keinen Stachel und kann weder beißen noch stechen, auch wenn ihre Färbung eine Gefahr vortäuscht. Ein besonderer gesetzlicher Schutzstatus liegt nicht vor, doch als wichtiger Bestäuber verdient sie unseren Respekt und Schutz im eigenen Grün.
Diese Art gehört zur Familie der Schwebfliegen (Syrphidae) innerhalb der Ordnung der Zweiflügler. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie weit verbreitet und besiedelt bevorzugt offene, blütenreiche Lebensräume wie Wiesen oder Waldränder. Charakteristisch sind die dunklen Flügelvorderränder und die namensgebenden zwei gelben Hinterleibsbinden auf schwarzem Grund. Von echten Wespen unterscheidet sie sich für das geschulte Auge durch ihre großen Facettenaugen (aus vielen Einzelaugen zusammengesetzte Sehorgane) und das Fehlen einer typischen Wespentaille.
166 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Mendeley_UK_2022
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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