
Dipsacus fullonum
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143
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Arten
Wer die Wilde Karde (Dipsacus fullonum) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren imposanten, stacheligen Blütenköpfen und den lila Blütenringen, die über Wochen hinweg von der Mitte nach oben und unten aufblühen, ist sie eine architektonische Besonderheit. Für deinen Naturgarten ist sie wertvoll, da sie als Raupenfutterpflanze für den seltenen Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) dient. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) schätzen ihren Nektar sehr. Als zweijährige Pflanze bringt sie Dynamik in deine Beete, da sie ihren Standort gerne wandert. Trau dich ruhig, dieses wehrhafte Gewächs in eine sonnige Ecke zu pflanzen.
Stachelige Majestät: Ein wichtiger Lebensraum für den Goldenen Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Wilde Karde eine wichtige Station im Biotopverbund. Sie dient als spezialisierte Raupenfutterpflanze für den Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia). Während der Blütezeit im Juli und August bietet sie eine verlässliche Nektarquelle für Schmetterlinge wie den Ockerbindigen Samtfalter (Hipparchia semele), den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und den Kleinen Fuchs (Aglais urticae). Auch Käfer wie der Punktkäfer werden regelmäßig an den Blüten gesichtet. Zudem profitiert die Westliche Kuckuckshummel (Bombus campestris) von dem reichhaltigen Angebot an Pollen und Nektar.
Die Wilde Karde ist nicht giftig, aber aufgrund ihrer starken Bestachelung an Stängeln und Blättern nicht kindersicher. Die harten Spitzen können bei Berührung leicht zu schmerzhaften Kratzern führen. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht aufgrund der markanten, eiförmigen Blütenköpfe praktisch nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.22 m
Wähle für die Wilde Karde einen Platz in voller Sonne.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und keinesfalls zu trocken sein.
Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen nährstoffreichen, fetten Boden.
Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern der Boden offen ist.
Da sie zweijährig ist, bildet sie im ersten Jahr nur eine Bodenrosette und blüht im zweiten Jahr.
Die Vermehrung erfolgt am einfachsten durch Selbstaussaat; lass die verblühten Köpfe einfach stehen.
Die trockenen Stängel sind sehr standfest und müssen vor dem Winter nicht zurückgeschnitten werden.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich hervorragend in ihrer Wuchsform.
Die Wilde Karde (Dipsacus fullonum) ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und wird als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft. Sie besiedelt bevorzugt Standorte auf nährstoffreichen Böden in sonnigen Lagen. Morphologisch auffällig sind die kreuzgegenständigen Blätter, die am Stängel paarweise verwachsen sind und kleine Becken bilden, in denen sich Regenwasser sammelt. Die gesamte Pflanze, einschließlich der Blattränder und Stängel, ist mit kräftigen Stacheln besetzt, was sie vor Verbiss schützt.
2 Videos zu Wilde Karde


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57 Arten interagieren mit dieser Pflanze
8 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_322498706
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