Bild folgtKI-generierte IllustrationStachys alpina
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dokumentiert
Du erkennst den Alpen-Ziest an seinen weich behaarten, runzeligen Blättern und den purpurroten Lippenblüten, die in dichten Scheinquirlen (kranzartige Blütenanordnung um den Stängel) übereinanderstehen. In deinem Garten ist er ein wichtiger Nektarspender im Hochsommer, von dem besonders die Wald-Pelzbiene (Anthophora furcata) und die Blaue Mauerbiene (Osmia caerulescens) profitieren. Durch seine Vorliebe für nährstoffreiche Böden zeigt er dir genau an, wo deine Erde besonders gehaltvoll ist. Wenn du ihm ein halbschattiges Plätzchen gibst, belohnt er dich mit einer imposanten Gestalt. Probiere es doch mal in einer eher kühleren Gartenecke aus.
Samtige Blätter und ein Magnet für die Wald-Pelzbiene im Hochsommer.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Alpen-Ziest eine wertvolle Futterquelle für spezialisierte Wildbienen. Besonders die Wald-Pelzbiene (Anthophora furcata) und die Blaue Mauerbiene (Osmia caerulescens) fliegen die purpurnen Blüten im Juli gezielt an. Auch soziale Insekten wie die Wiesenhummel (Bombus pratorum), die Gartenhummel (Bombus hortorum) und die Ackerhummel (Bombus pascuorum) nutzen das reiche Nektarangebot. Da die Blütezeit punktgenau im Juli liegt, hilft die Pflanze, Versorgungslücken im Hochsommer zu schließen. Die stehengelassenen Samenstände bieten zudem im Winter eine wichtige Struktur für im Garten überwinternde Nützlinge.
Der Alpen-Ziest wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb er nicht in Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden sollte. Er ist jedoch nicht mit lebensgefährlich giftigen Pflanzen zu verwechseln. Eine Berührung der behaarten Blätter ist harmlos, vom Verzehr ist jedoch abzusehen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.62 m
Wähle einen Standort im Halbschatten, idealerweise am kühleren Rand von Gehölzen.
Der Boden sollte frisch sein, was bedeutet, dass die Erde gleichmäßig mäßig feucht bleiben muss.
Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt er einen sehr nährstoffreichen und fetten Boden.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Achte darauf, dass der Boden auch im Sommer nicht völlig austrocknet.
Eine Vermehrung ist durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr unkompliziert möglich.
Da er eine Symbiose mit AM-Mykorrhiza (bestimmte Wurzelpilze) eingeht, fördert ein lebendiger Boden sein Wachstum.
Schneide die verblühten Triebe erst im Frühjahr zurück, um Insekten einen Überwinterungsplatz zu bieten.
Gute Partnerin: Die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) – beide schätzen die humosen, frischen Böden im Halbschatten und bilden zusammen einen dichten Bodenbelag.
Der Alpen-Ziest (Stachys alpina) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er wächst bevorzugt an Waldrändern und auf Lichtungen in halbschattigen Lagen. Markant sind der vierkantige Stängel und die dichte, drüsige Behaarung, die der Pflanze einen silbrigen Schimmer verleihen kann. Als ausdauernde Staude überwintert er durch ein kräftiges Rhizom (unterirdischer Wurzelstock) im Boden.
2 Videos zu Alpen-Ziest


9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →