Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix viminalis
Auch bekannt als: Hanfweide, Hanf-Weide
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Arten
interagieren
80
Interaktionen
dokumentiert
7
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Korb-Weide an ihren extrem langen, biegsamen Ruten und den silbrig-gelben Kätzchenblüten, die im April erscheinen. Sie ist ein ökologisches Schwergewicht, da sie nach dem Winter die erste große Tafel für Insekten deckt. Besonders Arten wie die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) oder die Atlantische Sandbiene (Andrena nigroaenea) sind auf diesen energiereichen Start angewiesen. Wenn du eine feuchte Ecke im Garten hast, ist sie der ideale Strukturgeber, der Leben in die noch kühle Jahreszeit bringt. Mit ihr tust du genau das Richtige für den frühen Artenschutz.
Die erste Kraftstation im April: Lebenswichtige Energie für Wildbienen.
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Diese Weide ist im Monat April eine der bedeutendsten Nahrungsquellen für unsere Insektenwelt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird sie intensiv von der Aschgrauen Sandbiene (Andrena cineraria) und der Atlantischen Sandbiene (Andrena nigroaenea) beflogen. Auch die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) nutzt das reiche Pollenangebot für ihre Brut. Für den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) stellt sie eine überlebenswichtige erste Nektarquelle nach dem Winterschlaf dar. Sogar die parasitär lebende Wiesen-Wespenbiene (Nomada lathburiana) lässt sich an den Blüten beobachten. Als heimische Art ist sie ein unverzichtbarer Baustein im regionalen Ökosystem.
Die Korb-Weide wird als nicht kindersicher eingestuft, da die Rinde Salicin enthält, was bei versehentlichem Verzehr zu Unverträglichkeiten führen kann. Eine Verwechslung mit giftigen Sträuchern ist für dich aufgrund der markanten Kätzchenblüte und der charakteristischen langen Ruten nahezu ausgeschlossen. Die Pflanze ist für erfahrene Gärtner unbedenklich in der Handhabung.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Apr
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
4.55 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz aus, damit die Weide ihre volle Vitalität entfaltet.
Boden: Sie bevorzugt feuchte Standorte und ist als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) auf eine stetige Wasserversorgung angewiesen.
Pflanzzeit: Du kannst sie idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein kräftiger Rückschnitt im Spätwinter fördert die Bildung der typischen langen Ruten und hält den Strauch vital.
Vermehrung: Die Vermehrung ist simpel; du kannst im Winter einfach Steckhölzer in die feuchte Erde stecken.
Kombination: Als Partnerin eignet sich der Gemeine Schneeball (Viburnum opulus) hervorragend. Beide Arten teilen die Vorliebe für feuchte Böden und bieten nacheinander Nahrung für Insekten an, was die ökologische Wertigkeit deines Gartens deutlich erhöht.
Die Korb-Weide (Salix viminalis) gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Sie besiedelt natürlicherweise feuchte Standorte wie Uferbereiche und Auen, zeigt sich im Garten aber anpassungsfähig. Ein besonderes Merkmal ist ihre Lebensgemeinschaft mit Ektomykorrhiza (Wurzelpilzen), die den Strauch bei der Nährstoffaufnahme unterstützen. Ihr Wuchs ist strauchartig und zeichnet sich durch eine enorme Regenerationskraft nach Schnitteingriffen aus.
3 Videos zu Korb-Weide



50 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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