
Geranium pratense
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense) durch seine großen, himmelblauen bis violetten Schalenblüten und das tief zerteilte Laub auf. Als heimischer Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde oder einwanderte) ist er ein unverzichtbarer Anker für die Artenvielfalt in deinem Garten. Besonders Schmetterlinge wie der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) oder der Kleine Fuchs (Aglais urticae) finden hier eine verlässliche Energiequelle. Mit seiner langen Blütezeit wertet er jeden sonnigen Standort ökologisch massiv auf. Wenn du eine robuste Wildstaude suchst, die wenig Mühe macht und viel Leben anzieht, liegst du mit ihm genau richtig.
Himmelblaue Blütenpracht von Mai bis September für den Aurorafalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Wiesen-Storchschnabel eine wertvolle Tankstelle für diverse Insekten. Zu den regelmäßigen Besuchern zählen der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae). Auch spezialisierte Arten wie die Westliche Kuckuckshummel (Bombus campestris) steuern die blauen Schalenblüten gezielt an. Für die Nachtfalterwelt ist die Pflanze ebenfalls von Bedeutung, da sie beispielsweise der Umbra-Sonneneule (Pyrrhia umbra) als Nahrungsquelle dient. Selbst der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) nutzt das Angebot während seiner Flugzeit im Frühsommer ausgiebig.
Bitte beachte, dass der Wiesen-Storchschnabel in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, sollten Kleinkinder davon abgehalten werden, Pflanzenteile in den Mund zu nehmen. Verwechslungsgefährliche giftige Doppelgänger im selben Lebensraum sind bei genauer Betrachtung der typischen Blatt- und Fruchtform nicht zu befürchten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.42 m
Damit der Wiesen-Storchschnabel in deinem Garten gedeiht, solltest du ihm einen vollsonnigen Platz reservieren. Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt er einen Boden, der gut mit Kompost oder organischem Dünger versorgt ist. Die Bodenfeuchte sollte „frisch“ sein, was im gärtnerischen Sinne eine mäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe bedeutet.
Pflanzzeit: Setze die Staude idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der ersten Hauptblüte fördert oft einen zweiten Flor im Spätsommer.
Vermehrung: Die Pflanze sät sich an zusagenden Standorten selbst aus oder kann durch Teilung des Wurzelstocks verjüngt werden.
Kombinationsempfehlung: Gute Nachbarn sind die Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) oder die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula). Diese heimischen Arten teilen die Vorliebe für nährstoffreiche, sonnige Standorte und bilden gemeinsam ein stabiles Ökosystem für Wiesenbewohner.
Der Wiesen-Storchschnabel gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) innerhalb der Ordnung der Storchschnabelartigen (Geraniales). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt natürlicherweise nährstoffreiche Fettwiesen (gedüngte, ertragreiche Wiesen) sowie Wegränder. Unverwechselbar ist die Fruchtform, die an den Schnabel eines Storches erinnert – ein Merkmal, das der gesamten Gattung ihren Namen gab. Er wächst horstig und erreicht oft beachtliche Höhen von bis zu 80 Zentimetern.
3 Videos zu Wiesen-Storchschnabel



64 Arten interagieren mit dieser Pflanze
19 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_142180074
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