Bild folgtKI-generierte IllustrationBryonia dioica
Auch bekannt als: bryone, Rot-Zaunrübe, Rotfrüchtige Zaunrübe, Zweihäusige Zaunrübe
55
Arten
interagieren
131
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Rotbeerige Zaunrübe (Bryonia dioica) an ihren rankenden, rauen Trieben, den handförmig gelappten Blättern und den im Spätsommer leuchtend rot leuchtenden, kugeligen Beeren. Sie ist eine der wichtigsten Kletterpflanzen für spezialisierte Insekten, da sie als Lebensgrundlage für seltene Arten dient. Besonders die Atlantische Sandbiene und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) sind auf ihren Nektar angewiesen. Wenn du eine Hecke oder einen Zaun im Garten hast, bietet sie dir eine wunderbare Möglichkeit, vertikale Vielfalt zu schaffen. Sprich mich gerne an, wenn du unsicher bist, wie du sie am besten bändigst, denn sie wächst recht zügig.
Heimische Kletterkünstlerin: Die exklusive Tankstelle für seltene Sandbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Pflanze eine Schlüsselart für spezialisierte Insekten. Vor allem Wildbienen wie die Atlantische Sandbiene und die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) nutzen sie intensiv. Auch die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) gehört zu den regelmäßigen Gästen. Eine ganz besondere Beziehung pflegt sie zum Zaunrüben-Marienkäfer (Henosepilachna argus), der als spezialisierter Pflanzenfresser fast ausschließlich auf dieser Gattung lebt. Während die Blüten Nektar liefern, sind die im Herbst reifenden roten Beeren eine wichtige Ressource für die heimische Fauna, auch wenn sie für uns Menschen nicht verträglich sind.
Achtung, die Rotbeerige Zaunrübe ist nicht kindersicher. Alle Pflanzenteile, insbesondere die verlockend roten Beeren, sind stark giftig. Wenn kleine Kinder in deinem Garten spielen, solltest du die Pflanze entweder meiden oder sie an einen für Kinder unzugänglichen Ort hinter dichte Sträucher setzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.54 m
Standort: Wähle einen sonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Pflanze ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt einen nährstoffreichen, fetten Boden.
Feuchtigkeit: Ideal ist eine frische (mäßig feuchte) Erde, die nicht völlig austrocknet.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Da sie rasant wächst, solltest du ihr eine stabile Kletterhilfe wie einen Zaun oder eine Hecke zur Verfügung stellen.
Düngung: Eine jährliche Gabe Kompost im Frühjahr deckt den hohen Nährstoffbedarf dieser Pflanze.
Vermehrung: Sie breitet sich an zusagenden Standorten oft durch Versamung von selbst aus.
Begleitpflanze: Eine gute Partnerin ist der Schwarze Holunder (Sambucus nigra). Beide teilen die Vorliebe für nährstoffreiche Böden, und der Holunder bietet das nötige Gerüst, durch das sich die Zaunrübe ökologisch wertvoll emporranken kann.
Die Rotbeerige Zaunrübe (Bryonia dioica) ist eine ausdauernde Kletterpflanze, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingewandert) gilt. Sie gehört zu den wenigen heimischen Lianen und bildet eine rübenartig verdickte Speicherwurzel aus. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst sonnige Waldränder, Gebüsche und nährstoffreiche Hecken. Morphologisch auffällig sind ihre spiralförmigen Halteranken, mit denen sie sich an anderen Pflanzen emporzieht, sowie ihre unauffälligen, grünlich-weißen Blüten, die von Juni bis August erscheinen.
44 Arten interagieren mit dieser Pflanze
11 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →