Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrena florea Fabricius, 1793
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Du erkennst die Zaunrüben-Sandbiene an ihrem markanten Hinterleib, der an den ersten Segmenten oft eine deutliche rötliche Färbung aufweist. Diese Wildbiene lebt solitär (einzeln lebend) und bringt pro Jahr nur eine Generation hervor. Ab Mai kannst du sie in deinem Garten beobachten, wenn sie für die eigene Energieversorgung Blüten des Apfels (Malus domestica) oder des Schöllkrauts (Chelidonium majus) aufsucht. Für ihren Nachwuchs ist sie jedoch oligolektisch (auf wenige Pollenquellen spezialisiert) und zwingend auf die Rotbeerige Zaunrübe (Bryonia dioica) angewiesen. Ihre Eier legt sie in Gängen ab, die sie selbst in den Erdboden gräbt. Die daraus schlüpfenden Larven ernähren sich ausschließlich vom Pollenvorrat der Zaunrübe, den das Weibchen mühsam herangeschafft hat. Den Winter überdauert das Tier bereits als fertiges Insekt in einer schützenden Brutzelle tief in der Erde. Um diese spezialisierte Art zu unterstützen, solltest du die heimische Rotbeerige Zaunrübe an Zäunen oder Hecken wachsen lassen. Achte zudem darauf, offene und sonnige Bodenstellen in deinem Garten nicht umzugraben, um die empfindlichen Nistplätze nicht zu zerstören.
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Dieses Insekt ist völlig harmlos und ein friedlicher Gartenbesucher, da es keinen Verteidigungstrieb gegenüber Menschen besitzt. Die Art steht unter allgemeinem Naturschutz und darf nicht gefangen oder getötet werden. Du kannst sie bedenkenlos aus nächster Nähe beim Blütenbesuch beobachten.
Die Zaunrüben-Sandbiene gehört zur Familie der Sandbienen (Andrenidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet und bewohnt bevorzugt Gärten und Waldränder, in denen ihre Nahrungspflanzen vorkommen. Ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung von anderen Sandbienen ist die rote Färbung der vorderen Hinterleibsabschnitte. Als spezialisierte Erdbiene ist sie ökologisch eng an die Gattung der Zaunrüben gebunden, was sie besonders anfällig für den Verlust dieser speziellen Lebensräume macht.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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