Bild folgtKI-generierte IllustrationVeronica agrestis
6
Arten
interagieren
8
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Acker-Ehrenpreis (Veronica agrestis) an seinen zierlichen, blassblauen Blüten mit dem charakteristischen hellen, oft fast weißen unteren Kronblatt und den eiförmigen, grob gezähnten Blättern. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns eingeführt wurde) ist er ein wunderbarer Begleiter für naturnahe Gärten, der wenig Platz beansprucht. Er ist ökologisch bedeutsam, da er Insekten wie der Feldweg-Schmalbiene (Lasioglossum malachurum) oder der Ackerhummel (Bombus pascuorum) über eine sehr lange Zeit Nahrung bietet. Wenn du diesen kleinen Gast in deinen Beeten duldest, leistest du einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Lass ihn einfach gewähren, er zeigt dir zudem einen guten Nährstoffgehalt deines Bodens an.
Blassblaues Buffet: Der Acker-Ehrenpreis nährt Wildbienen von April bis Oktober.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Der Acker-Ehrenpreis ist eine verlässliche Tankstelle für unsere heimische Insektenwelt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere die Feldweg-Schmalbiene (Lasioglossum malachurum) und die Ackerhummel (Bombus pascuorum) von seinem Nektarangebot. Auch Schmetterlinge wie der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) suchen die kleinen Blüten regelmäßig auf. Da die Blütezeit von April bis Oktober reicht, schließt die Art wichtige Nahrungslücken im Frühjahr und Spätsommer. In den Wintermonaten stellen die verbleibenden Samen eine wichtige Futterquelle für verschiedene Vogelarten dar, die am Boden nach Nahrung suchen.
Der Acker-Ehrenpreis wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Zwar gibt es keine unmittelbare Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten, dennoch ist die Pflanze nicht für den Verzehr vorgesehen. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.21 m
Standort: Die Pflanze bevorzugt einen Platz im Halbschatten (halbtägig Sonne).
Boden: Der Acker-Ehrenpreis gilt als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt daher einen fetten, stickstoffreichen Boden.
Feuchtigkeit: Der Untergrund sollte frisch (mäßig feucht) sein; Staunässe ist zu vermeiden.
Pflanzzeit: Du kannst ihn von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden frostfrei ist.
Pflege: Als einjährige Pflanze benötigt er keinen Rückschnitt. Lass ihn aussamen, damit er im nächsten Jahr wiederkehrt.
Vermehrung: Er vermehrt sich willig durch Selbstaussaat an offenen Bodenstellen.
Düngung: Eine Kompostgabe im Frühjahr fördert den kräftigen Wuchs auf magereren Standorten.
Kombination: Ein idealer Partner ist die Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum) – beide sind heimisch, lieben nährstoffreiche Böden und ergänzen sich in ihrer frühen Blütezeit perfekt als Insektenweide.
Der Acker-Ehrenpreis (Veronica agrestis) ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und tritt dort als Archäophyt (alteingebürgerte Art) auf. Er besiedelt bevorzugt nährstoffreiche Äcker und Gärten, wobei er einen niederliegenden bis aufsteigenden Wuchs zeigt. Die Pflanze erreicht Wuchshöhen von 5 bis 20 Zentimetern und besitzt behaarte Stängel. Die Art gilt laut Roter Liste als nicht gefährdet. Auffällig sind die einzeln in den Blattachseln stehenden Blüten, deren Stiele nach der Blüte nach unten gebogen sind.
3 Videos zu Acker-Ehrenpreis



6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →