
Tussilago farfara
64
Arten
interagieren
103
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Huflattich durch seine leuchtend gelben, korbähnlichen Blüten auf, die noch vor den ersten Blättern aus dem Boden schießen. Diese Pflanze ist für deinen Naturgarten besonders wertvoll, da sie bereits ab Februar eine der ersten wichtigen Nahrungsquellen für Insekten darstellt. Konkret profitieren davon Wildbienen wie die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) oder die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus). Wenn du diese kleinen Frühlingsboten in deinem Garten zulässt, hilfst du den Bestäubern über die erste kritische Zeit des Jahres hinweg. Du machst hier alles richtig, wenn du ihm ein sonniges Plätzchen gönnst, an dem er sich ausbreiten darf.
Erste Hilfe für Wildbienen: Die goldgelbe Frühlingssonne ab Februar.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Der Huflattich ist ein ökologischer Schlüsselspieler im Vorfrühling. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist er eine essenzielle Lebensgrundlage für die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus). Auch spezialisierte Kuckucksbienen wie die Rotbäuchige Wespenbiene (Nomada lathburiana) und die Wiesen-Wespenbiene (Nomada marshamella) besuchen die Blüten regelmäßig. Da zu dieser Zeit nur wenige andere Pflanzen blühen, bietet sein Pollen eine lebenswichtige Energiequelle. Später im Jahr dienen die hufförmigen Blätter verschiedenen Insekten als Versteck. Wer den Huflattich im Garten hat, fördert aktiv die Artenvielfalt der heimischen Wildbienen.
Der Huflattich wird als nicht kindersicher eingestuft, da er Stoffe enthält, die bei innerlicher Anwendung in größeren Mengen problematisch sein können. Für die normale Gartenarbeit ist er jedoch unbedenklich. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit der Pestwurz (Petasites), deren Blütenstände allerdings meist deutlich größer und eher rötlich oder weißlich gefärbt sind.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Feb – Apr
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.28 m
Damit der Huflattich bei dir gut gedeiht, solltest du folgende Tipps beachten:
Wähle einen Standort in der vollen Sonne.
Der Boden sollte frisch sein, was bedeutet, dass er eine gleichmäßige, mäßige Feuchtigkeit aufweist.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) kommt er mit normalem Gartenboden ohne zusätzliche Düngung aus.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, dass der Boden beim Pflanzen offen, also frostfrei ist.
Da er sich über Ausläufer verbreitet, braucht er etwas Platz, um sich zu entfalten.
Er ist sehr pflegeleicht und benötigt nach dem Anwachsen keine besondere Zuwendung.
Eine Vermehrung ist durch einfache Teilung der Wurzelstöcke im Herbst möglich.
Gute Partnerin: Die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) passt ökologisch hervorragend, da beide Arten ähnliche Ansprüche an die Bodenfeuchte haben und nacheinander blühen.
Der Huflattich (Tussilago farfara) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Er wird als Indigen oder Archäophyt eingestuft, was bedeutet, dass er eine alteingesessene, heimische Art ist. Typisch für diesen Pionierbesiedler ist, dass die hufförmigen Laubblätter erst erscheinen, wenn die Blütezeit fast vorüber ist. Er bevorzugt Offenböden und mäßig feuchte Standorte, wo er durch unterirdische Ausläufer (Rhizome) dichte Bestände bilden kann.
2 Videos zu Huflattich


52 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Manfred Ruckszio / Adobe Stock
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →