Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrena ruficrus Nylander, 1848
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Du erkennst die Rotschienen-Sandbiene an den markanten rötlich behaarten Schienen der Hinterbeine und ihrem emsigen Flug knapp über dem Boden. Diese Wildbiene bringt jährlich nur eine Generation hervor, sie ist also univoltin (einmaliger Lebenszyklus pro Jahr). Ihre Eier legt sie in selbst gegrabene Gänge im lockeren Erdreich ab, wobei jede Larve eine eigene Brutkammer erhält. Im Mai besucht sie zur Nahrungssuche fast ausschließlich heimische Frühblüher wie die Sal-Weide (Salix caprea), den Huflattich (Tussilago farfara) und den Gewöhnlichen Löwenzahn (Taraxacum officinale). Die Larve ernährt sich im Nest von einem sorgsam gesammelten Vorrat aus Pollen und Nektar dieser spezifischen Pflanzen. Die Überwinterung erfolgt bereits als fertig entwickeltes Insekt in der unterirdischen Brutkammer, wo sie geschützt vor Frost in einer Diapause (Entwicklungsruhe) verharrt. Du kannst die Art fördern, indem du sonnige Bodenstellen unbepflanzt lässt und im Garten auf das Umgraben verzichtest. Achte darauf, heimische Weidenarten zu erhalten, da diese für den Nachwuchs im Mai lebensnotwendig sind.
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Die Rotschienen-Sandbiene ist völlig harmlos und ein friedlicher Gast in deinem Garten, der nicht sticht oder beißt. Als heimische Wildbiene steht sie unter allgemeinem Artenschutz; ein Umsiedeln oder Zerstören der Nester im Boden ist daher untersagt. Sie ist eine nützliche Bestäuberin.
Die Rotschienen-Sandbiene gehört zur Familie der Sandbienen (Andrenidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt Waldränder und magere Wiesen. Charakteristisch ist ihre solitäre (einzeln lebende) Lebensweise, bei der jedes Weibchen ein eigenes Nest im Boden anlegt. Mit einer Körperlänge von etwa 8 bis 11 Millimetern ist sie eher unauffällig, aber durch die rötliche Färbung der Schienen bei genauem Hinsehen von anderen Sandbienen gut unterscheidbar.
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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