Bild folgtKI-generierte IllustrationPrunus cerasus
Auch bekannt als: Sauerkirsche, Sauer-Kirsche, Grintche, Weichselkirsche, Kirsche, Echte Sauerkirsche, Weichsel-Kirsche
51
Arten
interagieren
66
Interaktionen
dokumentiert
9
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren strahlend weißen Doldenblüten, die im April noch vor oder mit dem Laubaustrieb erscheinen, lässt sich die Weichsel (Prunus cerasus) sofort erkennen. Für den Naturgarten ist dieser Baum wertvoll, da er nach der harten Winterzeit eine verlässliche Nahrungsquelle für Insekten wie die Westliche Kuckuckshummel (Bombus vestalis) bietet. Auch die Atlantische Sandbiene (Andrena nitidiuscula) steuert die Blüten gezielt an. Sie wächst kompakter als ihre süßen Verwandten und passt daher auch in kleinere Gartenbereiche. Besonders nach dem Winter ist der Baum ein wichtiger Energielieferant für hungrige Bestäuber. Wenn du einen robusten Obstbaum suchst, der gleichzeitig Leben in deinen Garten bringt, liegst du mit der Sauerkirsche genau richtig.
Herbes Früchtchen und erste Anlaufstelle für die Westliche Kuckuckshummel.
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Die Blütezeit im April und Mai macht die Weichsel zu einem wichtigen Anlaufpunkt für diverse Bestäuber. Nach aktuellen Daten profitieren besonders die Atlantische Sandbiene (Andrena nitidiuscula) und die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) vom Pollenangebot. Auch Kuckuckshummeln, wie die Westliche Kuckuckshummel (Bombus vestalis), sind regelmäßige Besucher der Blüten. Neben den fliegenden Bestäubern findet der Punktkäfer (Stethorus pusillus) in der Baumkrone einen Lebensraum. Später im Jahr dienen die Früchte als Nahrung für Vögel, welche die Kerne weitertragen. Damit leistet der Baum einen wertvollen Beitrag zur Vernetzung heimischer Tierarten im Siedlungsraum.
In Bezug auf die Kindersicherheit ist Vorsicht geboten, da die Kerne der Weichsel bei Verzehr giftig sind. Sie enthalten Stoffe, die im Körper Blausäure freisetzen können. Eine Verwechslung ist am ehesten mit der Süßkirsche (Prunus avium) möglich, die jedoch meist deutlich größere Blätter besitzt. Für Haushalte mit kleinen Kindern, die Früchte samt Kernen verschlucken könnten, ist der Baum daher als nicht kindersicher eingestuft.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
7.48 m
Wähle einen Standort im Halbschatten oder in der Sonne, da die Weichsel hier sehr anpassungsfähig ist.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein und einer Mittelzehrer-Qualität (normaler Gartenboden mit ausgeglichenem Nährstoffgehalt) entsprechen.
Pflanze den Baum am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Da sie eine VAR-Mykorrhiza (eine nützliche Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen) eingeht, solltest du auf chemische Bodenhilfsstoffe verzichten.
Ein Rückschnitt erfolgt idealerweise direkt nach der Ernte, da Sauerkirschen vorwiegend am einjährigen Holz tragen.
Achte darauf, dass die Erde besonders während der Fruchtbildung im Sommer nicht vollständig austrocknet.
Als Partnerin im Unterwuchs eignet sich das Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis), da beide ähnliche Ansprüche an Frische und Halbschatten stellen.
Durch diese Kombination schaffst du ein stabiles Kleinklima am Stammfuß, das die Feuchtigkeit besser im Boden hält.
Die Weichsel gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Ordnung der Rosenartigen (Rosales). Obwohl sie laut Datenbestand als Neophyt (eine nach 1492 eingeführte Pflanzenart) gilt, ist sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Typisch ist die glatte, oft glänzende Rinde mit auffälligen Lentizellen (korkartige Poren für den Gasaustausch). Im Gegensatz zur Süßkirsche wächst sie meist schwächer und bildet eine locker verzweigte Krone aus. In der freien Natur findet man sie gelegentlich an Waldrändern oder in verwilderten Heckenstrukturen.
33 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
9 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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