Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix repens agg.
Artengruppe
133
Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Die Kriech-Weide erkennst du sofort an ihrem niedrigen, teppichartigen Wuchs und den kleinen, meist silbrig behaarten Blättern an den biegsamen Zweigen. Sie ist eine unverzichtbare Lebensgrundlage für spezialisierte Falter, da ihre Blätter als Raupenfutter dienen. Unter anderem finden hier die Goldgelbe Herbsteule (Xanthia togata) und die Kupferglucke (Gastropacha quercifolia) eine sichere Kinderstube. Wenn du eine feuchte Senke oder eine sandige Heidefläche im Garten hast, ist dieser Kleinstrauch ökologisch wertvoller als jeder Zierbodendecker. Du schaffst damit einen echten Trittstein für die Artenvielfalt.
Kompakter Lebensretter: Die unverzichtbare Kinderstube für seltene Falterarten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Kriech-Weide ein hochrangiges Raupenfuttergehölz. Sie dient als Nahrung für spezialisierte Arten wie die Graue Früheule (Xylena vetusta), die Rötliche Herbsteule (Agrochola helvola) und den Wolfsmilch-Ringelspinner (Malacosoma castrensis). Auch der Ringelspinner (Malacosoma neustria) und der Gebüsch-Lappenspanner (Trichopteryx carpinata) sind für ihre Entwicklung auf diese Weidenart angewiesen. Der seltene Eckfleck-Bürstenspinner (Orgyia recens) nutzt die Pflanze ebenfalls als Lebensgrundlage. Durch die Bereitstellung dieser Futterquelle unterstützt du direkt den Fortbestand dieser oft übersehenen Nachtfalter.
Die Kriech-Weide wird als nicht kindersicher eingestuft, da die Rinde und Blätter Salicin enthalten, das im Körper zu Salicylsäure umgewandelt wird. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit lebensgefährlich giftigen Pflanzen. Achte lediglich darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.41 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Garten.
Boden: Sie bevorzugt feuchte bis wechselfeuchte Standorte, kommt aber je nach Ausprägung auch mit sandigen Untergründen zurecht.
Pflanzzeit: Setze die Weide am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Einsetzen: Das Pflanzloch sollte großzügig bemessen sein, damit sich die Wurzeln gut ausbreiten können.
Pflege: Da sie langsam wächst, ist ein Rückschnitt selten erforderlich; bei Bedarf kannst du sie im Spätwinter leicht in Form bringen.
Besonderheit: Die Pflanze lebt in einer Ektomykorrhiza (EM), einer Symbiose, bei der Pilze die Wurzeln wie einen Mantel umschließen und die Nährstoffaufnahme verbessern.
Vermehrung: Eine Vermehrung über Steckhölzer im Frühjahr ist unkompliziert möglich.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Besenheide (Calluna vulgaris) - beide teilen den Bedarf an lichten Standorten und fördern gemeinsam die Heide-Biodiversität.
Die Kriech-Weide gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und zur Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). Als indigen (einheimisch) eingestufte Art ist sie perfekt an unsere Klimabedingungen angepasst und besiedelt natürlicherweise feuchte Heiden, Moore und Dünengebiete. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre geringe Wuchshöhe und die Fähigkeit aus, über unterirdische Ausläufer dichte Bestände zu bilden. Trotz ihrer weiten Verbreitung gilt sie in einigen Regionen als schützenswert, was ihr Status auf der Roten Liste unterstreicht.
3 Videos zu Kriech-Weide (Artengruppe)



133 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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