
Filipendula ulmaria
Auch bekannt als: Echtes Mädesüss, Spierstaude, reine-des-prés
54
Arten
interagieren
217
Interaktionen
dokumentiert
17
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer das Echte Mädesüß einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen cremeweißen, fluffigen Blütenwolken, die nach Honig und Mandeln duften, ist es eine wahre Pracht. Es ist ein unverzichtbarer Baustein für deinen Naturgarten, da es als Kinderstube für acht heimische Schmetterlingsarten dient, darunter das beeindruckende Kleine Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia). Die Pflanze bringt Struktur in feuchte Gartenbereiche und lockt zahlreiche nützliche Schwebfliegen an. Wenn du einen Platz am Teichrand oder eine feuchte Senke hast, ist diese Staude genau das Richtige für dich.
Duftende Wolken für den Garten: Ein Paradies für 8 heimische Falterarten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Mädesüß eine zentrale Futterquelle für Schmetterlingsraupen. Konkret profitieren Arten wie die Schwarzgefleckte Herbsteule, der Vierpunkt-Kleinspanner und die Graue Kräutereule (Xylena vetusta) von der Pflanze. Auch die auffällige Goldafter-Motte (Euproctis chrysorrhoea) nutzt sie zur Eiablage. Die pollenreichen Blüten ziehen zudem eine Vielzahl von Käfern und Schwebfliegen an, die im Garten als natürliche Schädlingsbekämpfer fungieren. Im Winter bieten die hohlen Stängel und Samenstände wertvolle Rückzugsorte und Nahrung für die heimische Fauna.
Das Echte Mädesüß wird als nicht kindersicher eingestuft. Es enthält Salicylate, die Vorstufen der Salicylsäure, was bei empfindlichen Personen Reaktionen auslösen kann. Achte darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.81 m
Das Mädesüß bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit nährstoffreichem, humosem Boden.
Wichtig ist eine konstante Bodenfeuchte; die Pflanze verträgt sogar zeitweise Staunässe (nasse Füße).
Die Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November, solange der Boden offen (frostfrei) ist.
Eine Gabe Kompost im Frühjahr unterstützt die kräftige Blütenbildung.
Zur Vermehrung kannst du den Wurzelstock im zeitigen Frühjahr einfach mit dem Spaten teilen.
Lass die verblühten Stängel über den Winter stehen, um Insekten Quartiere zu bieten.
Ein Rückschnitt erfolgt erst im Februar, bevor der Neuaustrieb beginnt.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica) - beide Arten lieben feuchte Füße und ergänzen sich optisch hervorragend durch ihre unterschiedlichen weißen Blütenformen.
Das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Man findet es natürlicherweise auf Feuchtwiesen und an Ufersäumen. Die Pflanze erreicht Höhen von bis zu zwei Metern und besitzt markante, gefiederte Blätter mit einer weißfilzigen Unterseite. Ihre Blüten stehen in dichten Trugdolden (verzweigte Blütenstände, bei denen die Seitenäste die Hauptachse überragen), die besonders in den Abendstunden einen intensiven Duft verströmen.
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31 Arten interagieren mit dieser Pflanze
17 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_513108952
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