
Knautia arvensis
Auch bekannt als: Nähkisselchen, Acker-Witwenblume, Wiesen-Witwenblume, Ackerwitwenblume
Artengruppe
206
Arten
interagieren
552
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis) durch ihre flachen, violetten Blütenköpfe auf, die wie kleine Kissen auf langen, behaarten Stielen thronen. In deinem Naturgarten ist sie ein unverzichtbarer Ankerpunkt für die Artenvielfalt, da sie als eine der wichtigsten Nektarquellen im Hochsommer dient. Besonders die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor) und der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) sind regelmäßig an ihren Blüten zu finden. Mit ihrer langen Blütezeit sorgt sie dafür, dass dein Garten auch in heißen Phasen nicht zur Insektenwüste wird. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die Dynamik und Leben in deine Beete bringt, liegst du mit ihr genau richtig.
Nektar-Riese für Sandbienen: Die violette Tankstelle von Juni bis September.
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Die ökologische Bedeutung dieser Art ist enorm: Mit einem Nektarvolumen von rund 21 Mikrolitern pro Blüte ist sie eine wahre Kraftstoffstation für Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten versorgt sie spezialisierte Wildbienen wie die Graue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Gelbbeinige Sandbiene (Andrena flavipes) mit reichlich Energie. Die Pollenmasse von etwa 8,88 mg pro Blüte sichert zudem die Brutversorgung dieser Arten. Für die Raupen der Karden-Sonneneule (Heliothis viriplaca) ist sie eine lebensnotwendige Futterpflanze, während Schmetterlinge wie das Hufeisenklee-Widderchen (Zygaena loti) den Nektar nutzen.
Die Wiesen-Witwenblume wird in Fachdatenbanken als nicht uneingeschränkt kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungserscheinungen bekannt sind, solltest du in Gärten mit kleinen Kindern auf einen achtsamen Umgang achten. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen Blütenform in der Regel nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.44 m
Nektar
20.9519 µl/Blüte
Pollen
8.88 mg/Blüte
Wähle einen vollsonnigen Standort, damit die Pflanze kräftige Stängel entwickelt.
Sie gedeiht am besten in frischem, also mäßig feuchtem Boden.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) benötigt sie normale Gartenerde ohne zusätzliche Düngergaben.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden offen ist.
Achte beim Pflanzen auf einen ausreichenden Abstand, da sie im Laufe der Jahre buschiger wird.
Ein Rückschnitt der verblühten Stängel im Juli fördert oft eine Nachblüte im Spätsommer.
Die Vermehrung gelingt unkompliziert durch Aussaat der Samen im Frühjahr direkt ins Beet.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und die Schafgarbe bietet mit ihren waagerechten Dolden einen schönen optischen Kontrast zu den runden Köpfen der Witwenblume.
Die Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis) gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist in ganz Mitteleuropa heimisch. Sie besiedelt bevorzugt frische Fettwiesen (nährstoffreiche, mähbare Wiesen) und Wegränder. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre gegenständigen Blätter aus, wobei die oberen meist fiederteilig (tief eingeschnitten) sind. Ein wichtiges Merkmal ist der vierzipfelige Saum der Einzelblüten, der sie von den sehr ähnlichen Skabiosen unterscheidet, deren Blüten meist fünfzipfelig aufgebaut sind.
3 Videos zu Wiesen-Witwenblume (Artengruppe)



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158 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
43 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloRes_2022
•Mendeley_UK_2022
•FloRes Database — Takkis et al. (2018), DOI: 10.1371/journal.pone.0202501 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1618205233
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →