Bild folgtKI-generierte IllustrationBrassica napus
Auch bekannt als: Brassica napus ssp. oleifera, Colza, Doppelnull-Raps, Winterraps, Kohlraps, Rapsfeld, Reps, Doppel-Null-Raps, Sommerraps, Kohlsaat
63
Arten
interagieren
280
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt Raps (Brassica napus) durch seine leuchtend gelben Blütenstände und die blaugrün bereiften, wachsartigen Blätter auf. Auch wenn er oft nur als Nutzpflanze auf dem Feld wahrgenommen wird, ist er im Naturgarten ein wertvoller Partner für die Insektenwelt. Er dient beispielsweise dem Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) als wichtige Raupenfutterpflanze und lockt mit seinem hohen Nektarangebot zahlreiche Wildbienen an. Besonders die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) profitiert von den reichhaltigen Ressourcen. Wenn du in deinem Garten eine sonnige Ecke mit gutem Boden hast, kannst du mit dieser Pflanze einen echten Beitrag zum Artenschutz leisten.
Bienen-Tankstelle mit Rekordwerten: Über 7 Mikroliter Nektar pro Blüte.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Raps eine ökologische Kraftquelle. Mit einem Nektarvolumen von etwa 7,46 Mikrolitern pro Blüte bietet er eine enorme Energiemenge, die deutlich über dem Durchschnitt vieler Wildblumen liegt. Davon profitieren spezialisierte Wildbienen wie die Gemeine Sandbiene (Andrena flavipes), die Fuchsrote Sandbiene (Andrena fulva) und die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor). Zudem ist er eine unverzichtbare Kinderstube für Falter: Der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) und die Samen-Eule (Peridroma saucia) nutzen ihn als Raupenfutterpflanze. Auch die beachtliche Pollenmasse von etwa 0,78 Milligramm pro Blüte macht ihn zu einer wichtigen Ressource für die Brutvorsorge der Wildbienen.
Raps wird als nicht kindersicher eingestuft, da der Verzehr größerer Mengen der grünen Pflanzenteile oder Samen aufgrund der enthaltenen Senföle zu Unwohlsein führen kann. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit anderen gelb blühenden Kreuzblütlern, die teilweise weniger verträglich sind. Im normalen Gartenalltag ist der Umgang jedoch unbedenklich, solange die Pflanze nicht in großen Mengen verzehrt wird.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.08 m
Kronröhre
5 mm
Nektar
7.4598 µl/Blüte
Pollen
0.7817 mg/Blüte
Damit der Raps in deinem Garten gut gedeiht, solltest du folgende Punkte beachten:
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz aus.
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt er einen sehr fetten, nährstoffreichen Boden.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; Staunässe oder extreme Trockenheit solltest du vermeiden.
Pflanzzeit: Du kannst ihn im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November aussäen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Da er viele Nährstoffe verbraucht, freut er sich über eine Gabe Kompost vor der Aussaat.
Vermehrung: Er versamt sich an geeigneten Stellen meist von selbst über seine Schoten.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis). Beide Arten teilen sich gerne sonnige Standorte und ergänzen sich hervorragend in ihrem Angebot für Bestäuber.
Raps (Brassica napus) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und zur Ordnung der Senfartigen. In unserer Region ist er ein etablierter Neophyt (eine nach 1492 eingeführte Pflanzenart) und kommt in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz häufig verwildert vor. Charakteristisch sind die vier gelben Kronblätter, die typisch kreuzförmig angeordnet sind, und die länglichen Schoten (Samenkapseln). Als NM-Pflanze (Nicht-Mykorrhizierend) geht er keine Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen ein, was ihn von vielen anderen Gartenpflanzen unterscheidet.
55 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloRes_2022
•FloRes Database — Takkis et al. (2018), DOI: 10.1371/journal.pone.0202501 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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