
Anchusa officinalis
Auch bekannt als: Gewöhnliche Ochsenzunge, Gemeine Ochsenzunge
29
Arten
interagieren
104
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Gebräuchliche Ochsenzunge (Anchusa officinalis) durch ihre tief violetten, anfangs oft rötlichen Blüten, die in dichten Wickeln (einseitig eingerollte Blütenstände) angeordnet sind. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Rolle, da sie nach aktuellen Daten auf der Vorwarnliste (V) der Roten Liste steht. Besonders die Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) und die Honigbiene (Apis mellifera) profitieren massiv von ihrem reichhaltigen Nektarangebot im Frühsommer. Mit ihren borstigen, lanzettlichen Blättern wirkt sie rustikal und ist extrem widerstandsfähig. Wenn du eine robuste Wildpflanze suchst, die ökologische Lücken schließt, ist sie die perfekte Wahl für dich.
Blaues Wunder für Wildbienen: Die robuste Ochsenzunge schließt ökologische Lücken.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Ochsenzunge eine herausragende Nahrungsquelle für Wildbienen. Besonders die Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) steuert die tiefblauen Blüten gezielt an, um Pollen und Nektar zu sammeln. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) nutzt das Angebot intensiv während der Hauptblütezeit im Juni und Juli. Da die Art auf der Vorwarnliste der Roten Liste geführt wird, trägt jedes Exemplar im Garten aktiv zum Erhalt der regionalen Artenvielfalt bei. Im Winter bieten die vertrockneten Samenstände zudem Nahrung für Vögel und dienen als wichtiges Überwinterungsquartier für kleine Insekten.
Die Pflanze ist nicht kindersicher und sollte nicht verzehrt werden. Wie viele verwandte Arten enthält sie Stoffe, die in größeren Mengen gesundheitsschädlich sein können. Zudem können die borstigen Haare an Stängeln und Blättern bei Berührung leichte Hautreizungen verursachen. Es ist daher ratsam, bei Pflegearbeiten im Garten Handschuhe zu tragen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.49 m
Wähle für die Gebräuchliche Ochsenzunge einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Der Boden sollte gut durchlässig und eher trocken sein, da sie Staunässe nicht verträgt.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder alternativ von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Da sie eine tiefe Pfahlwurzel bildet, solltest du sie nach dem Anwachsen nicht mehr umpflanzen.
In den Monaten Juni und Juli zeigt sie ihre volle Blühkraft.
Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte kann die Vitalität der Pflanze fördern.
Die Vermehrung erfolgt meist unkompliziert durch Selbstaussaat, wenn du die Samenstände stehen lässt.
Im Winter bleibt die Blattrosette oft grün am Boden sichtbar.
Als Begleitpflanze empfehle ich den Gewöhnlichen Natternkopf (Echium vulgare).
Beide Arten teilen sich ähnliche Standortansprüche und bieten spezialisierten Bestäubern wie der Hosenbiene eine zuverlässige Lebensgrundlage.
Die Gebräuchliche Ochsenzunge (Anchusa officinalis) ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und wird oft als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft. Typischerweise besiedelt sie Trockenrasen und Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohbodenflächen). Ein markantes Merkmal ist die raue, borstige Behaarung aller Pflanzenteile, die ihr hilft, an sonnigen Standorten zu überdauern. Sie wächst aufrecht und bildet eine kräftige Pfahlwurzel aus, mit der sie auch tiefere Wasservorräte im Boden erreicht.
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28 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1765866571
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