Bild folgtKI-generierte IllustrationSinapis arvensis
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Arten
Auffällig sind die leuchtend gelben Blüten mit ihren vier waagerecht abstehenden Kelchblättern, die den Acker-Senf schon aus der Ferne erkennbar machen. Er ist eine unverzichtbare Bereicherung für jeden Naturgarten, da er als wichtige Raupenfutterpflanze für Schmetterlinge dient. Besonders der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und der Rapsweißling (Pieris napi) sind auf ihn angewiesen. Mit seiner langen Blütezeit von April bis August bietet er kontinuierlich Nahrung für unsere heimische Insektenwelt. Du wirst staunen, wie viel Leben diese robuste Pflanze in deine Beete bringt. Lass ihn einfach gewähren, er ist ein unkomplizierter Gast, der den Boden gesund hält.
Lebenswichtige Kinderstube für den Aurorafalter und bunte Weißlinge.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Acker-Senf eine Schlüsselspezies für heimische Schmetterlinge. Seine Blätter dienen als lebensnotwendige Nahrung für die Raupen des Aurorafalters (Anthocharis cardamines) und des Rapsweißlings (Pieris napi). Auch der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) nutzt ihn zur Eiablage und Aufzucht. Die Blüten bieten über fünf Monate hinweg Nektar und Pollen für eine Vielzahl von Bestäubern. Im Winter bieten die vertrockneten Schoten und Samen eine wichtige Energiequelle für Vögel. Als indigen (einheimisch) eingestufte Art ist er perfekt in das lokale Ökosystem integriert und fördert die biologische Vielfalt nachhaltig.
Der Acker-Senf gilt laut Datenlage als nicht kindersicher, da die Samen scharfe Senföle enthalten, die Schleimhäute reizen können. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem Hederich (Raphanus raphanistrum). Du unterscheidest sie leicht: Beim Acker-Senf stehen die vier Kelchblätter waagerecht von der Blüte ab, während sie beim Hederich eng anliegen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.45 m
Wähle für den Acker-Senf einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und sehr nährstoffreich sein, da die Pflanze ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist.
Eine Aussaat oder Pflanzung ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November ideal.
Achte darauf, dass der Boden während der Keimphase nicht vollständig austrocknet.
Er ist einjährig, sät sich aber an geeigneten Stellen zuverlässig selbst wieder aus.
Wenn du die Pflanze nach der ersten Blüte leicht einkürzt, kannst du oft einen zweiten Flor (erneute Blüte) anregen.
Die Pflege beschränkt sich ansonsten auf das Offenhalten kleiner Bodenstellen für die Selbstaussaat.
In einem naturnahen Garten darf er gerne zwischen dem Gemüse wachsen, da er den Boden tiefgründig lockert.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) – beide teilen die Vorliebe für fette Böden und ergänzen sich farblich wunderbar.
Der Acker-Senf (Sinapis arvensis) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Er ist ein Archäophyt (eine Pflanzenart, die bereits vor der Entdeckung Amerikas 1492 bei uns heimisch wurde) und in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet. Typische Lebensräume sind nährstoffreiche Äcker, Brachen und Wegränder. Du erkennst ihn an den vier kreuzweise angeordneten gelben Kronblättern und den borstig behaarten Stängeln. Er wächst meist einjährig und bildet markante Schotenfrüchte aus.
3 Videos zu Acker-Senf



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19 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →