Bild folgtKI-generierte IllustrationAndrena lagopus Latreille, 1809
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Du erkennst die Zweizellige Sandbiene (Andrena lagopus) an ihrem besonderen Flügelgeäder, das im Gegensatz zu fast allen anderen Sandbienen nur zwei statt drei Unterrandzellen (abgegrenzte Bereiche im Flügelgeäder) aufweist. Diese heimische Wildbiene ist ein typischer Bewohner unserer Gärten und bringt nur eine Generation pro Jahr hervor. Das Weibchen legt seine Eier einzeln in selbst gegrabene Gänge im lockeren Erdboden ab. Im Frühling besucht sie für die Versorgung ihres Nachwuchses bevorzugt die Echte Winterkresse (Barbarea vulgaris), den Apfel (Malus domestica) sowie Wildkräuter wie Ackersenf (Sinapis arvensis) und Hederich (Raphanus raphanistrum). Da ihre Flugzeit auf die Monate März und April begrenzt ist, wirst du sie im Sommer oder Herbst nicht beobachten können. Die Larven ernähren sich im Boden von einem Gemisch aus Nektar und Pollen, das die Mutter einträgt. Die Überwinterung erfolgt als voll entwickeltes Insekt in einer Kältestarre (Zustand mit stark verlangsamtem Stoffwechsel) tief in der schützenden Erde des Gartens. Du kannst die Art fördern, indem du Kreuzblütler wie Raps (Brassica napus) oder die Winterkresse blühen lässt und offene Bodenstellen als Nistplatz anbietest.
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Die Zweizellige Sandbiene ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, der einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung leistet. Sie besitzt zwar einen Stachel, setzt diesen aber gegenüber Menschen nicht ein. Wie alle heimischen Wildbienen steht sie unter allgemeinem gesetzlichem Schutz.
Die Zweizellige Sandbiene gehört zur Familie der Sandbienen (Andrenidae) und zur Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet und lebt solitär (einzeln lebend, ohne Staatenbildung). Ein wichtiges Merkmal für die Bestimmung ist das reduzierte Geäder der Vorderflügel mit nur zwei Cubitalzellen (Flügelzellen). Als Bodenbrüterin benötigt sie für ihre Lebensweise Zugang zu unversiegelten, sonnigen Flächen. Sie ist eng an das Vorkommen von heimischen Kreuzblütlern (Pflanzenfamilie der Brassicaceae) gebunden.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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