Bild folgtKI-generierte IllustrationBunias erucago
Auch bekannt als: Echte Zackenschote, Bunias erucago
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die kleinen, hellgelben Blüten mit vier Kreuzblättern und die namensgebenden, warzig-gezackten Früchte, die wie kleine Skulpturen an den Stängeln sitzen. Die Zackenschote ist eine wertvolle Bereicherung für naturnahe Gärten, da sie als spezialisierte Nahrungsquelle dient. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitiert insbesondere die Schöterich-Mauerbiene (Osmia brevicornis) von ihrem Pollenangebot. Wenn du einen sonnigen, eher trockenen Platz im Garten frei hast, leistest du mit dieser Art einen echten Beitrag zum Erhalt unserer regionalen Insektenvielfalt. Schau doch mal genau hin, wenn sie im Frühsommer ihre Blüten öffnet.
Unverzichtbare Futterquelle für die spezialisierte Schöterich-Mauerbiene.
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In der ökologischen Vernetzung spielt die Zackenschote eine diskrete, aber wichtige Rolle. Sie blüht von Mai bis Juli und stellt in dieser Zeit wertvollen Nektar und Pollen bereit. Besonders hervorzuheben ist die Schöterich-Mauerbiene (Osmia brevicornis), die gezielt auf Kreuzblütler wie diese angewiesen ist. Die ölhaltigen Samen dienen im Spätsommer und Herbst als Energielieferant für verschiedene Insektenlarven. Durch die Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen im Boden trägt die Pflanze zudem zur Stabilität des Boden-Mikrobioms (Gesamtheit der Mikroorganismen im Boden) an ihrem Standort bei.
Die Zackenschote wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft, was meist an den enthaltenen Senfölglykosiden liegt, die bei Verzehr zu Reizungen führen können. Es besteht eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Acker-Senf (Sinapis arvensis), doch die warzig-gezackten Früchte der Zackenschote machen sie im fruchtenden Zustand unverwechselbar.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.23 m
Die Zackenschote benötigt einen vollsonnigen Platz im Garten, um ihre volle Pracht zu entfalten. Der Boden sollte eher trocken und kalkreich sein; normale Gartenerde ist meist ausreichend, solange keine Staunässe entsteht.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Standort: Ideal sind warme Böschungen oder sonnige Beete.
Pflege: Die Pflanze ist sehr genügsam. Dünger ist nicht notwendig, da sie an magere Standorte angepasst ist.
Vermehrung: Lass die gezackten Schötchen im Spätsommer ausreifen, damit sie sich versamen kann.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist der Wiesen-Salbei (Salvia pratensis). Beide Arten teilen die Vorliebe für kalkhaltige, sonnige Standorte und ergänzen sich optisch sowie ökologisch wunderbar, da sie gemeinsam ein breites Spektrum an Wildbienen anlocken.
Die Zackenschote (Bunias erucago) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Sie besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und Wegränder auf kalkhaltigem Untergrund. Botanisch zeichnet sie sich durch einen meist ein- bis zweijährigen Lebenszyklus aus. Ein besonderes Merkmal ist die Verbindung mit einer AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhiza), einer Form der Symbiose zwischen Pflanzenwurzeln und Pilzen, die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aus mageren Böden aufzunehmen.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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