Bild folgtKI-generierte IllustrationSymphytum asperum
Auch bekannt als: Kaukasus-Comfrey
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Raue Beinwell (Symphytum asperum) durch seine kräftigen, himmelblauen Blüten auf, die sich im Mai aus rötlichen Knospen entfalten. In deinem Garten ist er ein unermüdlicher Bodenverbesserer, der mit seinen tiefen Wurzeln Nährstoffe nach oben befördert und schwere Böden lockert. Besonders die Gartenhummel (Bombus hortorum) und andere langrüsselige Wildbienen profitieren von dem reichhaltigen Nektarangebot in den tiefen Blütenkelchen. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die auch mit schwierigen Plätzen zurechtkommt und gleichzeitig Leben in den Garten bringt, ist er die richtige Wahl. Du wirst staunen, wie schnell er sich als fester Bestandteil deines Ökosystems etabliert.
Blauer Kraftprotz im Mai: Tiefe Wurzeln und reiche Nektarquellen für Hummeln.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Raue Beinwell eine wertvolle Ressource für spezialisierte Fluginsekten. Besonders langrüsselige Hummelarten wie die Gartenhummel (Bombus hortorum) sind in der Lage, den tief liegenden Nektar zu erreichen. Auch verschiedene Pelzbienen (Anthophora) zählen zu den regelmäßigen Gästen an den blauen Glockenblüten. Als Raupenfutterpflanze dient er verschiedenen Bärenspinnern, deren Nachwuchs auf die Inhaltsstoffe der Raublattgewächse angewiesen ist. Durch seine Pfahlwurzeln trägt er entscheidend zur Bodengesundheit bei, indem er Mineralstoffe aus tieferen Erdschichten für andere Pflanzen verfügbar macht. Selbst nach der Blüte bieten die großen Blätter Deckung für Erdkröten und nützliche Laufkäfer.
Der Raue Beinwell wird als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält Pyrrolizidinalkaloide (natürliche Abwehrstoffe), die bei Verzehr die Leber schädigen können, weshalb er nicht in der Küche verwendet werden sollte. Zudem können die sehr rauen Borstenhaare bei Hautkontakt bei empfindlichen Personen leichte Rötungen oder Juckreiz auslösen. Es empfiehlt sich, bei Pflegearbeiten Gartenhandschuhe zu tragen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.5 m
Standort: Wähle einen Platz in der Sonne oder im Halbschatten, der über eine gute Grundfeuchtigkeit verfügt.
Boden: Die Pflanze gedeiht am besten in nährstoffreichen, tiefgründigen und eher schweren Böden.
Pflanzzeit: Setze junge Stauden entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange keine Bodenfröste herrschen.
Pflege: Ein Rückschnitt direkt nach der Blüte im Mai fördert die Vitalität und kann bei guter Nährstoffversorgung zu einem frischen Blattaustrieb führen.
Vermehrung: Er lässt sich unkompliziert durch Wurzelstecklinge im zeitigen Frühjahr vermehren.
Düngung: Da er ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist, freut er sich über eine jährliche Gabe von Kompost.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria). Beide teilen die Vorliebe für feuchtere Standorte und das Mädesüß bildet mit seinen cremeweißen Blütenständen einen ästhetischen Kontrast zum Blau des Beinwells.
Der Raue Beinwell (Symphytum asperum) ist ein Vertreter der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) innerhalb der Ordnung der Borretschartigen. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet und besiedelt bevorzugt nährstoffreiche Staudenfluren sowie feuchte Grabenränder. Charakteristisch sind die namensgebenden, sehr rauen Borstenhaare an Stängeln und Blättern, die ihn vor Fraßfeinden schützen. Die Pflanze geht eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (Pilze, die mit Pflanzenwurzeln Stoffe austauschen) ein, was ihr Wachstum auf dichten Böden begünstigt. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 150 Zentimetern gehört er zu den stattlichsten heimischen Beinwell-Arten.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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