
Onobrychis viciifolia
Auch bekannt als: Sainfoin, Saat-Esparsette, Futteresparsette, Futter-Esparsette
Artengruppe
83
Arten
interagieren
286
Interaktionen
dokumentiert
7
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Saat-Esparsette (Onobrychis viciifolia) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren aufrechten Blütenähren in leuchtendem Rosa, die oft eine feine dunkelrote Aderung zeigen, fällt sie im Garten sofort auf. Als gefährdete Art der Roten Liste (Stufe 3) ist sie ein echtes Juwel für den Naturschutz. Besonders der seltene Esparsetten-Bläuling (Polyommatus thersites) ist existenziell auf diese Pflanze angewiesen. Mit der Saat-Esparsette holst du dir einen robusten Überlebenskünstler in den Garten, der gerade auf trockenen Standorten zeigt, wie prächtig Ökologie aussehen kann. Du wirst staunen, wie viel Leben sich an den markanten Blüten einfindet.
Ein rosa Blütentraum für den seltenen Esparsetten-Bläuling und trockene Böden.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Die Saat-Esparsette ist eine ökologische Schlüsselpflanze für trockene Lebensräume. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie die Hauptnahrungsquelle für den gefährdeten Esparsetten-Bläuling (Polyommatus thersites), dessen Raupen an ihren Blättern fressen. Auch verschiedene Punktkäfer werden regelmäßig an den Blüten und Stängeln beobachtet, wo sie Schutz und Nahrung finden. In den Wintermonaten dienen die verbleibenden Samen als wichtige, proteinreiche Nahrung für heimische Vögel. Da sie von Juni bis August blüht, schließt sie eine wichtige Versorgungslücke im Hochsommer, wenn viele andere Wiesenblumen bereits verblüht sind.
Die Saat-Esparsette wird als nicht kindersicher eingestuft, da sie bei Verzehr größerer Mengen Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen kann. Eine akute Vergiftungsgefahr besteht jedoch nicht. Es gibt keine nennenswerten Verwechslungsgefahren mit hochgiftigen heimischen Arten, da die rosa gestreiften Schmetterlingsblüten sehr charakteristisch sind.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.41 m
Standort: Platziere die Esparsette an einem vollsonnigen, warmen Ort in deinem Garten.
Boden: Sie benötigt mageren Boden und gilt als Schwachzehrer (Pflanze, die wenig Nährstoffe braucht). Ein kalkhaltiger, steiniger und trockener Untergrund ist ideal.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden offen ist.
Wässerung: Nur in der Anwachsphase ist Gießen nötig, danach kommt sie dank ihrer Pfahlwurzel bestens ohne zusätzliches Wasser aus.
Düngung: Bitte verzichte komplett auf Dünger, da die Pflanze sonst verweichlicht und von Gräsern verdrängt wird.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte im August kann eine zweite, schwächere Blüte fördern.
Vermehrung: Die Pflanze versamt sich an offenen Bodenstellen recht zuverlässig von selbst.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa). Beide teilen die Vorliebe für trockene, magere Standorte und bilden zusammen ein stabiles Ökosystem für spezialisierte Insekten.
Die Saat-Esparsette (Onobrychis viciifolia) gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae) und zur Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Art) weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Kalk-Magerrasen (trockene, nährstoffarme Wiesen auf Kalkboden). Markant sind ihre unpaarig gefiederten Blätter, bei denen sich die kleinen Teilblätter gegenüberstehen und mit einem einzelnen Blatt an der Spitze abschließen. Ihr tiefer Wurzelstock ermöglicht es ihr, auch in extrem trockenen Sommern grün und vital zu bleiben.
Erhältlich bei Gartenexpedition.de
Partnerhinweis: Die verlinkten Produkte stammen von Gartenexpedition.de. Bei einem Kauf unterstützt du unsere Arbeit.
56 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
20 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_375112378
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →