
Malva sylvestris
Auch bekannt als: mauve sauvage
62
Arten
interagieren
278
Interaktionen
dokumentiert
6
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren trichterförmigen, rosa-violetten Blüten mit den markanten dunklen Längsstreifen lässt sich die Wilde Malve (Malva sylvestris) sofort erkennen. Diese Pflanze ist für deinen Naturgarten ein echter Gewinn, da sie über ein halbes Jahr hinweg eine verlässliche Nahrungsquelle bietet. Davon profitieren Bestäuber wie die Westliche Kuckuckshummel (Bombus campestris) sowie die Raupen der Gelbfleck-Waldschatteneule (Euplexia lucipara). Mit ihrem aufrechten Wuchs verleiht sie deinen Beeten eine natürliche Struktur, ohne viel Arbeit zu machen. Du machst also alles richtig, wenn du diesem robusten Überlebenskünstler einen Platz an der Sonne einräumst. Es ist eine Freude zu beobachten, wie das Leben in die Blüten einkehrt.
Dauerblüherin für Hummeln: Sechs Monate Lebenskraft von März bis August.
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Die Wilde Malve ist eine zentrale Anlaufstelle für die heimische Insektenwelt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird sie besonders intensiv von der Westlichen Kuckuckshummel (Bombus campestris) und verschiedenen Punktkäfern angeflogen. Als Kinderstube ist sie unverzichtbar für die Raupen der Gelbfleck-Waldschatteneule (Euplexia lucipara), die an ihrem Laub fressen. Da die Blütezeit bereits im März beginnt und bis in den August reicht, bietet sie über viele Monate hinweg wertvollen Pollen und Nektar. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände als natürliche Futterquelle für verschiedene Vogelarten. Zudem nutzen viele Insekten die hohlen Stängel als frostsicheres Winterquartier.
Die Wilde Malve wird in Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an der borstigen Behaarung der Stängel, die bei empfindlicher Haut leichte Reizungen verursachen kann. Die Pflanze selbst gilt als ungiftig und ist in der Naturheilkunde bekannt. Dennoch solltest du Kleinkinder beim Kontakt mit der Pflanze im Auge behalten, um Hautirritationen zu vermeiden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.68 m
Standort: Die Wilde Malve benötigt einen vollsonnigen Platz, um kräftig zu wachsen und reichlich Blüten zu bilden.
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) bevorzugt sie einen fetten, also sehr nährstoffreichen Boden.
Feuchtigkeit: Der Untergrund sollte frisch (mäßig feucht) sein, was einer normalen Gartenerde entspricht, die nicht völlig austrocknet.
Pflanzzeit: Setze die Malve idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Eine Gabe Kompost im Frühjahr deckt den hohen Nährstoffhunger dieser Staude optimal.
Vermehrung: Wenn du die Samen reifen lässt, sorgt die Pflanze durch Selbstaussaat oft ganz von allein für Nachkommen.
Rückschnitt: Ein Rückschnitt nach dem ersten Flor kann eine zweite Blüte anregen, verhindert aber die wichtige Samenbildung für Vögel.
Winteraspekt: Lass die vertrockneten Stängel über den Winter stehen, um Insekten einen geschützten Rückzugsort zu bieten.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide Arten sind heimisch, teilen ähnliche Ansprüche an den Boden und ergänzen sich optisch hervorragend.
Die Wilde Malve (Malva sylvestris) gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingewandert) weit verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt sonnige Standorte mit nährstoffreichen Böden, wie man sie häufig an Wegrändern oder auf Schuttflächen findet. Charakteristisch sind ihre handförmig gelappten Blätter und die fünfzähligen Blüten mit den tief eingekerbten Kronblättern. Die Pflanze wächst meist zweijährig oder ausdauernd krautig und ist in der gesamten Region ökologisch fest etabliert.
49 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_578324224
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →