Bild folgtKI-generierte IllustrationAnthericum ramosum
Auch bekannt als: Rispige Graslilie
47
Arten
interagieren
182
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Ästige Graslilie (Anthericum ramosum) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre zarten, weißen Sternblüten schweben wie kleine Lichtpunkte an fein verzweigten Stielen über dem schmalen, grasartigen Laub. Diese Pflanze ist eine echte Spezialistin für sonnige Standorte und bringt eine natürliche Leichtigkeit in deinen Garten, die man sonst nur auf wilden Magerrasen findet. Ökologisch ist sie besonders wertvoll, da sie spezialisierten Wildbienen wie der Weißbeinigen Schmalbiene (Lasioglossum albipes) eine wichtige Nahrungsquelle bietet. Da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Artenschutz in deiner Region. Probiere es an einem sonnigen Platz einfach mal aus.
Filigrane Sternblüten für Schmalbienen: Fünf Monate Nektar nonstop.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Ästige Graslilie eine verlässliche Nektarquelle für eine Vielzahl von Insekten. Besonders profitieren die Weißbeinige Schmalbiene (Lasioglossum albipes) und die Schwarzrote Schmalbiene (Lasioglossum calceatum) von den zahlreichen Einzelblüten. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) ist ein häufiger Gast auf den ästigen Stielen. Da die Blütezeit von Mai bis September reicht, stellt die Pflanze Nahrung bereit, wenn viele Frühjahrsblüher bereits verblüht sind. Da die Art auf der Vorwarnliste (Rote Liste: V) steht, ist jede Ansiedlung im Garten ein wichtiger Baustein für den regionalen Biotopverbund (Vernetzung von Lebensräumen).
Die Ästige Graslilie (Anthericum ramosum) wird als nicht kindersicher eingestuft. Da sie für Kinder und Haustiere bei Verzehr problematisch sein kann, ist bei der Standortwahl im Garten Vorsicht geboten. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doppelgängern besteht aufgrund der charakteristischen, verzweigten Blütenstiele für aufmerksame Beobachter jedoch kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.44 m
Wähle für die Ästige Graslilie (Anthericum ramosum) unbedingt einen vollsonnigen Standort aus.
Der Boden sollte gut durchlässig sein, um Staunässe (stehendes Wasser), die zur Wurzelfäule führt, zu vermeiden.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Achte darauf, den Boden bei der Pflanzung nicht zu stark zu düngen, da sie magere Standorte bevorzugt.
Einmal eingewurzelt, ist die Pflanze extrem trockenheitsresistent und benötigt kaum zusätzliche Wassergaben.
Im Spätwinter, am besten jetzt im Februar, kannst du die vertrockneten Stiele bodennah zurückschneiden.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch eine Teilung des Wurzelstocks im Herbst.
Da sie langlebig ist, sollte sie nach der Pflanzung möglichst nicht mehr umgesetzt werden.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – beide teilen die Vorliebe für trockene, sonnige Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Diese Kombination fördert zudem die Vielfalt der Bestäuber in deinem Garten über einen langen Zeitraum.
Die Ästige Graslilie (Anthericum ramosum) ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und gilt dort als Indigen (ursprünglich vorkommendes Gewächs). Sie besiedelt bevorzugt warme, sonnige Lebensräume und ist als Archäophyt (eine vor langer Zeit eingewanderte Art) fest in unserer Flora verwurzelt. Ein markantes Erkennungsmerkmal ist der verzweigte Blütenstand, der ihr ein deutlich filigraneres Aussehen verleiht als ihrer unverzweigten Verwandten. Aufgrund rückläufiger Bestände wird sie aktuell auf der Vorwarnliste (Rote Liste: V) geführt, was ihre Bedeutung für die heimische Biodiversität unterstreicht.
42 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →