Bild folgtKI-generierte IllustrationTripleurospermum maritimum
Auch bekannt als: Tripleurospermum maritimum, Geruchlose Kamille
Artengruppe
40
Arten
interagieren
206
Interaktionen
dokumentiert
An ihren tief gefiederten, fast fleischigen Blättern und den strahlend weißen Korbblüten mit dem gelben Zentrum lässt sich die Echte Strandkamille sofort erkennen. Anders als die Acker-Hundskamille duften ihre Blüten kaum, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist. Für deinen Garten ist sie wertvoll, da sie spezialisierten Insekten wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) eine verlässliche Energiequelle bietet. Wenn du einen sonnigen, eher feuchten Platz anbietest, wirst du schnell merken, wie viel Leben diese Pflanze anzieht. Probiere es einfach aus und schau, welche Falter bei dir vorbeikommen.
Die robuste Nektarquelle: Vier Monate Blütengenuss für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Strandkamille eine wichtige Anlaufstelle für eine Vielzahl von Schmetterlingen. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) nutzen ihr Nektarangebot intensiv. Auch seltenere Arten wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) oder der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) wurden an ihr nachgewiesen. Durch die lange Blütezeit von Mai bis August stellt sie eine kontinuierliche Nahrungsquelle während der gesamten Hochsommerphase sicher. Da sie stickstoffreiche Böden bevorzugt, wandelt sie Nährstoffe effizient in wertvolle Biomasse für das lokale Ökosystem um.
Die Echte Strandkamille gilt als nicht kindersicher. Das liegt vor allem an den enthaltenen Inhaltsstoffen, die bei empfindlichen Personen eine Korbblütler-Dermatitis (Hautreizung nach Kontakt mit der Pflanze) auslösen können. Achte beim Hantieren am besten darauf, Handschuhe zu tragen, falls du zu Allergien neigst. Für Haustiere ist sie in der Regel unbedenklich, sollte aber nicht als Futter dienen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.24 m
Wähle für die Echte Strandkamille einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus. Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und vor allem nährstoffreich sein, da sie zu den Starkzehrern (Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf) gehört. Du kannst sie entweder im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November pflanzen, solange der Boden frostfrei ist. Da sie eine Mykorrhiza-Symbiose (Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) vom Typ AM eingeht, profitiert sie von einem gesunden Bodenleben. Eine Düngung mit Kompost im Frühjahr unterstützt ihren kräftigen Wuchs. Zur Vermehrung lässt du die Samen im Spätsommer einfach ausreifen.
Gute Partnerin: Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen die Vorliebe für sonnige Standorte und ergänzen sich hervorragend in ihrer ökologischen Funktion für Bestäuber.
Die Echte Strandkamille (Tripleurospermum maritimum) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In Deutschland und Österreich ist sie indigen (ursprünglich heimisch) und besiedelt natürlicherweise nährstoffreiche Standorte, oft in Küstennähe oder auf Spülsäumen (vom Wasser angespülte Materialanhäufungen). Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) hat sie sich in vielen Regionen fest etabliert. Kennzeichnend ist ihre Anpassung an salzhaltige oder stickstoffreiche Böden, was sich oft in etwas dickeren, sukkulenten (wasserspeichernden) Blättern zeigt.
38 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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