Bild folgtKI-generierte IllustrationGeranium dissectum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den tief eingeschnittenen, fast bis zum Blattgrund geteilten Blättern lässt sich der Schlitzblättrige Storchschnabel (Geranium dissectum) sofort erkennen. Er ist ein unkomplizierter Gartenbewohner, der als Archäophyt (eine Pflanze, die schon vor 1492 bei uns heimisch wurde) ökologisch wertvoll ist. Besonders Bestäuber wie der Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas) oder die Dickkopf-Schmalbiene (Lasioglossum) profitieren von seinem Nektarangebot. Wenn du ihm ein sonniges Plätzchen gönnst, siedelt er sich gerne dauerhaft an. Du machst hier alles richtig, wenn du natürliche Dynamik in deinem Garten schätzt.
Farbenfroher Insektenmagnet: Nektarquelle von April bis in den Hochsommer.
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Diese Art ist eine verlässliche Futterquelle für zahlreiche Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen ihn Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae), der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae). Auch der Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas) nutzt die Blüten intensiv zur Nahrungssuche. Für Wildbienen wie die Dickkopf-Schmalbiene (Lasioglossum) ist er eine wichtige Anlaufstelle im Garten. Da seine Blütezeit von April bis August reicht, bietet er über viele Monate hinweg Nahrung, wenn andere Frühjahrsblüher bereits verblüht sind. Die Samen dienen zudem verschiedenen Vögeln als herbstliche Futterergänzung.
Bitte beachte, dass der Schlitzblättrige Storchschnabel laut Datenbank-Einstufung als nicht kindersicher gilt. Er sollte daher nicht in Bereiche gepflanzt werden, in denen Kleinkinder unbeaufsichtigt Pflanzenteile in den Mund stecken könnten. Verwechslungen mit stark giftigen Pflanzen sind aufgrund der charakteristischen Blattform jedoch kaum zu befürchten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.23 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus, damit die Pflanze kräftig blüht.
Boden: Er bevorzugt normale Gartenerde, die als frisch (mäßig feucht) eingestuft wird – sie sollte also nicht dauerhaft austrocknen.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt er keinen zusätzlichen Dünger in gesundem Gartenboden.
Pflanzzeit: Du kannst ihn im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden offen ist.
Pflege: Die Pflanze ist sehr pflegeleicht; ein Rückschnitt nach der Blüte im August verhindert die Selbstaussaat, falls er sich zu stark ausbreitet.
Vermehrung: Er sorgt meist selbst durch Versamen für Nachkommen im nächsten Jahr.
Kombination: Eine gute Partnerin ist der Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich hervorragend in einem naturnahen Beet.
Der Schlitzblättrige Storchschnabel (Geranium dissectum) gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt frische Standorte wie Äcker oder Ruderalstellen (unbebaute Rohböden). Die Pflanze wächst meist ein- oder zweijährig und zeichnet sich durch ihre behaarten Stängel sowie die paarweise angeordneten, purpurrosa Blüten aus. Typisch ist die Fruchtform, die nach der Blüte an den Schnabel eines Storches erinnert und namensgebend für die gesamte Gattung ist.
46 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →