Bild folgtKI-generierte IllustrationFagus sylvatica subsp. sylvatica
Auch bekannt als: Fagus sylvatica subsp. sylvatica
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Arten
Die Gewöhnliche Buche erkennst du sofort an ihrer glatten, silbergrauen Rinde und den ovalen, am Rand leicht gewellten Blättern, die im Herbst oft lange braun am Zweig haften bleiben. Sie ist ein ökologisches Schwergewicht und das Rückgrat unserer heimischen Wälder, da sie spezialisierten Insekten wie dem Kleinen Eichenbock (Cerambyx scopolii) oder der Nonne (Lymantria monacha) einen unverzichtbaren Lebensraum bietet. Sogar seltene Käfer wie Microrhagus pygmaeus sind auf sie angewiesen. Wenn du den Platz für diesen stattlichen Baum hast, schenkst du der Natur ein wahres Mehrfamilienhaus für die Artenvielfalt. Sie ist die ideale Wahl, wenn du einen dauerhaften, heimischen Charakter in deinem Garten schaffen möchtest.
Die Königin der Wälder: Ein lebendiges Denkmal für seltene Käferarten.
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Obwohl die Buche ein Windblütler ist und keinen Nektar produziert, ist ihr Wert für die Fauna enorm. Sie beherbergt nach aktuellen Bestäubungs- und Beobachtungsdaten spezialisierte Käfer wie den Kleinen Eichenbock (Cerambyx scopolii) und den Schnellkäfer Ectinus aterrimus. Besonders wertvoll ist sie für seltene Urwaldreliktkäfer wie Microrhagus pygmaeus, die auf das spezifische Mikroklima der Buche angewiesen sind. Der Falter Nonne (Lymantria monacha) nutzt die Blätter als Nahrung für seine Raupen. Im Winter dienen die fettreichen Bucheckern (Samenfrüchte) Vögeln und Kleinsäugern als lebenswichtige Energiequelle.
Die Buche ist nicht als kindersicher eingestuft. Ihre Früchte, die Bucheckern, enthalten das schwach giftige Alkaloid Fagusin, das bei Verzehr größerer Mengen zu Übelkeit und Magenbeschwerden führen kann. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen Form der Früchte in ihren weichstacheligen Hüllen kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
31.48 m
Standort: Sie bevorzugt frische bis feuchte Standorte mit gut durchlüfteten, lehmigen Böden.
Licht: Die Buche ist sehr schattentolerant, gedeiht aber auch in der Sonne, sofern der Boden nicht austrocknet.
Pflanzzeit: Idealerweise setzt du junge Bäume zwischen September und November oder im zeitigen Frühjahr von März bis Mai.
Pflege: In den ersten Jahren ist eine regelmäßige Bewässerung bei Trockenheit wichtig, da die Buche empfindlich auf Wassermangel reagiert.
Schnitt: Als Hecke sollte sie zweimal jährlich gestutzt werden, am besten im Spätwinter vor dem Austrieb und erneut im Juni.
Mykorrhiza: Sie geht eine Symbiose (Lebensgemeinschaft zum gegenseitigen Vorteil) mit Bodenpilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhiza) ein, was ihre Nährstoffaufnahme verbessert.
Kombination: Ein hervorragender Partner ist der Waldmeister (Galium odoratum). Er ist ebenfalls heimisch, schätzt den Schattenwurf der Buche und bildet einen dichten, grünen Bodenteppich.
Die Gewöhnliche Buche (Fagus sylvatica subsp. sylvatica) gehört zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae) innerhalb der Ordnung der Buchenartigen. Sie ist in ganz Mitteleuropa indigen (einheimisch) und prägt dort die natürliche Vegetation auf feuchten, nährstoffreichen Böden. Ein markantes Merkmal ist die dauerhaft glatte Rinde, die im Gegensatz zu vielen anderen Bäumen keine tiefe Borke (rissige Schutzschicht) ausbildet. In der Roten Liste wird sie als ungefährdet geführt, was ihre Stabilität im Ökosystem unterstreicht.
2 Videos zu Gewöhnliche Buche


33 Arten interagieren mit dieser Pflanze
27 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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