Bild folgtKI-generierte IllustrationDryobates minor
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Der Kleinspecht (Dryobates minor) ist mit seiner sperlingsgroßen Gestalt und dem schwarz-weiß quergebänderten Rücken der kleinste Vertreter seiner Familie in unseren Gärten. Du erkennst das Männchen an seiner leuchtend roten Kopfplatte, während das Weibchen eine schlichte weißliche Stirn trägt. Als reiner Insektenfresser sucht er bevorzugt in den äußeren, dünnen Zweigen der Baumkronen nach Nahrung. Er ist ein Standvogel (ein Vogel, der ganzjährig im Brutgebiet verbleibt) und daher auch im Winter bei uns zu beobachten. Seine Bruthöhlen zimmert er am liebsten in morsch hölzerne Stämme, was ihn zu einem Bewohner alter Gartenstrukturen macht. In Deinem Garten nutzt er gerne die Gewöhnliche Esche, die Ess-Kastanie oder die Schwarz-Erle als Aufenthaltsort. Auch die Gewöhnliche Buche und die Gewöhnliche Vogelbeere sind für ihn wichtige Strukturen. Um diesem nützlichen Insektenvertilger zu helfen, solltest Du Totholz (abgestorbene Äste oder Stammteile) unbedingt stehen lassen. Nistkästen mit speziellem Fluglochmaß werden manchmal angenommen, doch der Erhalt alter Bäume ist wichtiger. Eine Winterfütterung mit Fettblock-Angeboten unterstützt ihn in der kalten Jahreszeit bei der Nahrungssuche.
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Der Kleinspecht ist nach geltendem Naturschutzrecht streng geschützt und darf während der Brutzeit nicht gestört werden. Das Entfernen belegter Höhlenbäume ist untersagt. Eine Verwechslung ist am ehesten mit dem Buntspecht möglich, wobei der Kleinspecht durch seine geringe Größe und den gestreiften Rücken auffällt.
Taxonomisch wird der Kleinspecht in die Familie der Spechte (Picidae) eingeordnet. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Europas und Nordasiens, wobei er vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist. Im Gegensatz zu größeren Verwandten bevorzugt er weichholzige Laubbaumarten für den Höhlenbau. Er ist deutlich kleiner als der Mittelspecht und unterscheidet sich vom Buntspecht durch das Fehlen jeglicher Rotfärbung am Unterschwanz (dem Gefiederbereich unterhalb der Schwanzfedern).
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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