Bild folgtKI-generierte IllustrationLucanus cervus (Linnaeus, 1758)
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Du erkennst den Hirschkäfer sofort an den gewaltigen, geweihartig vergrößerten Oberkiefern der Männchen und seiner beeindruckenden Körperlänge von bis zu 80 Millimetern. Nur eine Generation entwickelt sich über einen Zeitraum von drei bis acht Jahren, was dieses Tier besonders schützenswert macht. Das Weibchen legt etwa 20 bis 50 Eier tief im Erdboden an den Wurzeln von abgestorbenen oder kranken Laubbäumen ab. Im Frühling und Sommer suchen die ausgewachsenen Käfer Baumwunden an der Gewöhnlichen Buche (Fagus sylvatica) oder der Gewöhnlichen Esche (Fraxinus excelsior) auf, um dort austretenden Saft zu lecken. Die Larven ernähren sich über Jahre ausschließlich von weißfaulem Holz, das durch Pilzbefall zersetzt wurde. Die Überwinterung erfolgt als Larve oder bereits fertig entwickelter Käfer tief im frostsicheren Boden in einer Puppenwiege (eine aus Erde und Holzmulm geformte Kammer). Du kannst diese imposanten Tiere fördern, indem du alte Baumstümpfe der Gewöhnlichen Hasel (Corylus avellana) im Garten belässt. Verzichte auf das vollständige Ausgraben von Wurzelstöcken, damit der Nachwuchs ungestört heranwachsen kann.
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Der Hirschkäfer ist streng geschützt und darf weder gefangen noch gestört werden. Er ist für Menschen völlig harmlos; das imposante Geweih der Männchen dient lediglich der Revierverteidigung gegenüber Artgenossen. Ein seltener Fund im Garten ist ein großes Kompliment für deine naturnahe Bewirtschaftung.
Der Hirschkäfer gehört zur Familie der Schröter (Lucanidae) innerhalb der Ordnung der Käfer. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er der größte heimische Käfer und bewohnt bevorzugt lichte Laubwälder sowie alte Streuobstwiesen oder gartennahe Parks. Während die Männchen durch ihr braunrotes Geweih auffallen, besitzen die kleineren Weibchen nur kurze, aber kräftige Oberkiefer. Ihre Lebensweise ist obligat (zwingend angewiesen) an Totholz gebunden, weshalb sie als wichtige Charakterart für naturnahe Ökosysteme gelten.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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