
Vicia sativa
Auch bekannt als: Futterwicke, Sommerwicke, Futter-Wicke, Gewöhnliche Breitblättrige Wicke, Saatwicke, Vicia sativa
Artengruppe
41
Arten
interagieren
99
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Saat-Wicke durch ihre purpurrosa Schmetterlingsblüten (spezielle Blütenform der Hülsenfrüchtler) auf, die meist einzeln oder paarweise direkt in den Blattachseln sitzen. Du erkennst sie zudem an den gefiederten Blättern, die in einer verzweigten Ranke enden. In deinem Naturgarten ist sie eine wertvolle Bereicherung, da sie als Stickstoffsammler den Boden verbessert und Schmetterlingen wie dem Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) wichtige Nahrung bietet. Auch die selteneren Bläulinge (Polyommatus fulgens) profitieren direkt von ihrem Nektar. Wenn du eine unkomplizierte Kletterpflanze suchst, die ökologischen Nutzen mit einer langen Blütezeit verbindet, liegst du mit dieser Wicke genau richtig.
Die purpurrote Kletterkünstlerin: Sechs Monate Nektar für seltene Bläulinge.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Saat-Wicke eine exzellente Tankstelle für Schmetterlinge. Besonders die Bläulingsarten (Polyommatus fulgens) und (Polyommatus humedasae) sowie der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) nutzen ihr Nektarangebot intensiv. Die lange Blütezeit von März bis August macht sie zu einer stabilen Nahrungsquelle über fast das gesamte Halbjahr. Da die Schmetterlingsblüten erst durch einen gewissen Kraftaufwand den Nektar freigeben, werden sie bevorzugt von kräftigeren Insekten besucht. Im Boden fördert sie durch ihre Symbiose mit Pilzen die Vitalität der Nachbarpflanzen, was die gesamte kleinräumige Biodiversität in deinem Beet stärkt.
Die Saat-Wicke ist nicht als kindersicher eingestuft. Ihre Samen in den dunklen Hülsenfrüchten enthalten Stoffe, die bei Verzehr zu Vergiftungserscheinungen führen können. Achte daher darauf, dass die kleinen, erbsenähnlichen Samen nicht von Kindern oder Haustieren gegessen werden. Eine Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der essbaren Gartenerbse, die jedoch wesentlich größere Blüten ausbildet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.45 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Boden: Sie ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) und gedeiht am besten in normalem, frischem (mäßig feuchtem) Boden.
Pflanzzeit: Die Aussaat erfolgt idealerweise im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Als einjährige oder winterannuelle Pflanze benötigt sie kaum Pflege, freut sich aber über eine leichte Kletterhilfe.
Vermehrung: Sie erhält sich durch Selbstaussaat über ihre Hülsenfrüchte meist von selbst im Garten.
Besonderheit: Da sie Stickstoff im Boden bindet, dient sie gleichzeitig als natürliche Gründüngung.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist das Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense). Beide teilen ähnliche Standortansprüche, und das Gras bietet den Ranken der Wicke den nötigen statischen Halt.
Die Saat-Wicke (Vicia sativa) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Archäophyt (eine Pflanze, die schon vor 1492 eingeführt wurde und heute als heimisch gilt) weit verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt frische Standorte auf Wiesen und Äckern. Eine botanische Besonderheit ist ihre AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Bodenpilzen), die ihre Nährstoffaufnahme optimiert. Die Pflanze wächst krautig und nutzt ihre Blattranken, um an benachbarten Strukturen emporzuklettern, wobei sie eine Höhe von etwa 30 bis 80 Zentimetern erreicht.
1 Video zu Saat-Wicke (Artengruppe)

31 Arten interagieren mit dieser Pflanze
10 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_842124521
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