Bild folgtKI-generierte IllustrationPinus sylvestris
Auch bekannt als: Rotföhre, Föhre, Waldföhre, Rotkiefer, Waldkiefer, Kiefer, Rot-Kiefer, Weißkiefer, Wald-Kiefer, Gemeine Kiefer
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Gewöhnliche Kiefer (Pinus sylvestris) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihrer fuchsroten Spiegelrinde im oberen Stammbereich und den blaugrünen, paarigen Nadeln ist sie eine markante Erscheinung. Für deinen Naturgarten ist sie ein Gewinn, da sie als Raupenfutter für den Braunen Bär (Arctia caja) dient und dem Kardinalbock (Pyrrhidium sanguineum) wertvollen Lebensraum bietet. Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) besiedelt sie klaglos die kargen, sonnigen Ecken deines Grundstücks. Du schaffst mit ihr eine dauerhafte Struktur, die über Jahrzehnte hinweg Vögeln Schutz und Nahrung bietet. Ein Baum für Gärtner, die nachhaltig für die Artenvielfalt pflanzen möchten.
Urwüchsiger Charakterbaum: Lebensraum für den Braunen Bären und Winterquartier.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten und ökologischen Analysen ist die Kiefer eine unverzichtbare Raupenfutterpflanze für den Braunen Bär (Arctia caja) und die Nonne (Lymantria monacha). Auch Käfer wie der Kardinalbock (Pyrrhidium sanguineum), der Buchdrucker (Ips typographus) und der Grubenhalsige Rindenbastkäfer (Hylurgops palliatus) sind auf diesen Baum als Lebensraum angewiesen. Im Winter bieten die Samen in den Zapfen eine kalorienreiche Nahrungsquelle für heimische Vögel. Da sie ein heimischer Nadelbaum ist, unterstützt sie eine Vielzahl an spezialisierten Arten, die an fremdländischen Koniferen keine Lebensgrundlage finden. Ihr Beitrag zur Biodiversität auf nährstoffarmen Standorten ist daher immens.
Die Gewöhnliche Kiefer (Pinus sylvestris) ist nicht giftig, wird aber als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt an den spitzen Nadeln, die Verletzungen verursachen können, sowie am klebrigen Harz und der Gefahr durch herabfallende Zapfen. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen einheimischen Baumarten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Standort: Wähle unbedingt einen Platz in der vollen Sonne, da sie sehr lichtbedürftig ist.
Boden: Sie gedeiht am besten auf magerem Boden und ist ein klassischer Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf).
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; Staunässe verträgt sie jedoch nicht.
Pflanzzeit: Setze junge Bäume im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Mykorrhiza: Die Kiefer benötigt EM (Ektomykorrhiza), eine Symbiose mit Wurzelpilzen, die sie bei der Aufnahme von Wasser und Nährstoffen unterstützen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da sie ihre malerische Krone von selbst entwickelt.
Düngung: Verzichte auf Dünger, da ein Überangebot an Nährstoffen die Standfestigkeit verringern kann.
Kombination: Gute Partnerin ist die Besenheide (Calluna vulgaris) – beide teilen die Vorliebe für karge, sonnige Standorte und bilden ein stabiles ökologisches Duo.
Die Gewöhnliche Kiefer (Pinus sylvestris) gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Sie gilt als indigen (einheimisch) und besiedelt natürlicherweise trockene Sandböden bis hin zu Moorrandbereichen. Morphologisch zeichnet sie sich durch paarweise angeordnete Kurztriebe mit zwei Nadeln und ihre charakteristische Borke aus, die im Alter tiefe Risse bildet. In der freien Natur ist sie ein wichtiger Bestandteil von Kiefern-Mischwäldern und Pionierstandorten.
26 Arten interagieren mit dieser Pflanze
34 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
57 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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