Bild folgtKI-generierte IllustrationMiltochrista miniata (Forster, 1771)
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An seiner lachsroten Färbung mit den markanten schwarzen Punkten und der gezackten Linie auf den Vorderflügeln lässt sich das Rosen-Flechtenbärchen sofort erkennen. Mit einer Flügelspannweite von etwa 23 bis 27 Millimetern ist dieser Falter ein eher kleinerer, aber farbenfroher Vertreter der Bärenspinner. Pro Jahr entwickelt sich lediglich eine Generation. Die Weibchen legen ihre Eier im Sommer in kleinen Gruppen an Zweigen oder unter Blättern ab. Im Hochsommer kannst du die erwachsenen Falter bei der Nektarsuche an der Ross-Minze (Mentha longifolia) oder dem Berg-Engelwurz (Angelica montana) beobachten. Die Raupen haben einen speziellen Speiseplan: Sie fressen ausschließlich Flechten (eine Lebensgemeinschaft aus Pilz und Alge) und Moose, die auf Baumstämmen wachsen. Zur Überwinterung verfällt die Raupe in eine Kältestarre (Zustand reduzierten Stoffwechsels) in geschützten Rindenspalten oder unter Moospolstern. Du kannst diesen nützlichen Gartenbewohner fördern, indem du Flechten an alten Bäumen nicht entfernst und Totholz als Rückzugsort belässt. Verzichte zudem auf chemische Spritzmittel, um die empfindlichen Nahrungsketten nicht zu stören. Ein naturnaher Garten mit heimischen Wildstauden bietet den idealen Lebensraum.
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Das Rosen-Flechtenbärchen ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Es sticht nicht und besitzt keine giftigen Brennhaare. Da die Bestände in vielen Regionen rückläufig sind, sollte das Tier und sein Lebensraum an Baumstämmen stets geschont werden.
Das Rosen-Flechtenbärchen (Miltochrista miniata) gehört zur Familie der Erebidae und zur Unterfamilie der Bärenspinner (Arctiinae). Die Art ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und bevorzugt bewaldete Gebiete oder Gärten mit altem Baumbestand. Die Falter sind meist dämmerungsaktiv und zeichnen sich durch ihre charakteristische rötliche Färbung aus. Ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung von anderen Arten ist die Kombination aus gezackter Querlinie und schwarzen Punkten am Flügelrand. Die Larven sind spezialisierte Flechtenfresser.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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