
Cytisus scoparius subsp. scoparius
50
Arten
interagieren
72
Interaktionen
dokumentiert
8
Wirtsbeziehungen
Arten
Kaum zu übersehen: Der Besenginster besticht durch seine leuchtend gelben Schmetterlingsblüten und die charakteristischen, rutenförmigen grünen Zweige. Er ist ein echter Gewinn für deinen Naturgarten, da er als wichtige Nektarquelle für spezialisierte Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) dient. Mit seinem dichten Wuchs bietet er zudem wertvollen Schutz für Kleintiere und Käfer. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die im Frühling für eine wahre Farbexplosion sorgt, triffst du hier die richtige Wahl. Als tiefwurzelnder Strauch hilft er sogar dabei, den Boden in deinem Garten zu festigen. Schau doch im Mai mal genauer hin, wenn es in den Blüten kräftig summt.
Goldgelbes Blütenmeer und Kraftquelle für die Rotbeinige Furchenbiene.
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In deinem Garten ist der Besenginster eine zentrale Anlaufstelle für die Insektenwelt. Besonders der Helle Erdhummel-Komplex (Bombus lucorum agg.) und die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) nutzen das reiche Pollenangebot im Frühjahr. Auch die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) ist regelmäßig an den Blüten zu finden, um Vorräte für ihre Brut zu sammeln. Für den Punktkäfer bietet die Struktur der Pflanze einen spezialisierten Lebensraum. Im Winter dienen die dichten, grünen Ruten als Versteck für überwinternde Nützlinge. Da die Pflanze zu den Leguminosen gehört, reichert sie den Boden über Knöllchenbakterien an den Wurzeln natürlich mit Stickstoff an.
Bitte beachte, dass der Besenginster in allen Teilen giftig ist und daher als nicht kindersicher eingestuft wird. Er enthält Alkaloide wie Spartein, die bei Verzehr zu Übelkeit und Kreislaufproblemen führen können. Eine Verwechslung ist mit dem ebenfalls giftigen Goldregen (Laburnum anagyroides) möglich, wobei der Ginster eher strauchig-aufrecht wächst und keine hängenden Blütentrauben bildet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.35 m
Wähle für den Ginster unbedingt einen Platz in der vollen Sonne, damit er seine volle Blütenpracht entfaltet.
Der Boden sollte normal beschaffen sein – er gilt als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf).
Bei der Feuchtigkeit bevorzugt er mäßig feuchte Bedingungen (frisch), was der normalen Gartenerde in unseren Breiten entspricht.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Da er eine tiefe Pfahlwurzel bildet, solltest du ihn später nicht mehr umsetzen.
Ein leichter Rückschnitt der grünen Zweige nach der Blüte im Juni fördert einen kompakten Wuchs.
Schneide jedoch niemals in das alte, graue Holz zurück, da der Strauch dort nicht mehr zuverlässig austreibt.
Als ökologisch wertvolle Partnerin empfehle ich die Besenheide (Calluna vulgaris).
Beide Arten ergänzen sich wunderbar, da sie ähnliche Lichtansprüche haben und nacheinander blühen, was das Nahrungsangebot für Insekten verlängert.
Der Gewöhnliche Besenginster gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae). Er ist eine bei uns heimische Art, die natürlicherweise an sonnigen Waldrändern, auf Heiden oder in lockeren Gebüschen vorkommt. Ein besonderes Merkmal sind seine kantigen, grünen Triebe, die selbst ohne Blätter Photosynthese (Energiegewinnung aus Licht) betreiben können. Die Blüten besitzen den typischen Klappmechanismus der Schmetterlingsblüten, der nur von schweren Insekten ausgelöst werden kann.
28 Arten interagieren mit dieser Pflanze
8 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
14 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock
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