Bild folgtKI-generierte IllustrationBruchidius villosus (Fabricius, 1792)
Fabricius, 1792
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Pflanzen
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dokumentiert
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Wirtspflanzen
bekannt
Auffällig ist Bruchidius villosus durch seine kompakte, gedrungene Körperform und die feine, namensgebende Behaarung auf den Flügeldecken. In deinem Garten kannst du diesen heimischen Samenkäfer vor allem zwischen Mai und Juli beobachten, wenn er an den Blüten des Gewöhnlichen Besenginsters (Cytisus scoparius) aktiv ist. Die Larven leben oligophag (auf wenige Nahrungspflanzen spezialisiert) und entwickeln sich ausschließlich in den Samen des Besenginsters, weshalb dieses Gehölz die wichtigste Lebensgrundlage für die Art darstellt. Die erwachsenen Käfer sind hingegen weniger wählerisch und besuchen eine Vielzahl von Blüten, um Nektar und Pollen zu sammeln. Im Frühling und Frühsommer findest du sie oft auf der Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) oder dem Wald-Geißbart (Aruncus dioicus). Auch die Blüten der Kriechenden Weide (Salix repens subsp. argentea) und der Gewöhnlichen Bärenklau (Heracleum sphondylium) dienen ihnen als wichtige Nahrungsquelle. Wenn du diesen kleinen Käfer fördern möchtest, solltest du in deinem Garten heimische Wildkräuter wie die Schafgarbe (Achillea millefolium var. collina) stehen lassen. Im Sommer werden zudem Pflanzen wie die Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea) oder das Wollige Honiggras (Holcus lanatus) angeflogen. Das Tier überwintert im erwachsenen Stadium an geschützten Stellen in der Bodenstreu oder unter Rindenstücken. Achte darauf, verblühte Ginsterzweige nicht vorzeitig zu entfernen, damit die Larven ihre Entwicklung ungestört abschließen können.
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Dieses Tier ist für Menschen vollkommen harmlos, da es weder stechen noch beißen kann. Es gibt keine besonderen Schutzbestimmungen oder Gefahren; der Käfer ist ein friedlicher und ökologisch wertvoller Gartenbesucher.
Der Besenginster-Samenkäfer (Bruchidius villosus) gehört zur Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae) und zur Unterfamilie der Samenkäfer. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und gilt als fester Bestandteil der heimischen Fauna. Die Art ist eng an den Gewöhnlichen Besenginster gebunden, da nur dort die Larvalentwicklung stattfinden kann. Mit seiner geringen Größe und der dunklen Färbung ist er in den Blütenständen seiner Wirtspflanzen oft erst bei genauem Hinsehen zu entdecken.
3 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
15 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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