Bild folgtKI-generierte IllustrationChelidonium majus
Auch bekannt als: Schellkraut, grande chélidoine
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Arten
interagieren
58
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst das Schöllkraut an seinen leuchtend gelben, vierzähligen Blüten und den markanten, tief gebuchteten Blättern, die auf der Unterseite oft hell-bläulich schimmern. Es ist eine wertvolle Bereicherung für deinen Garten, da es als einzige Raupenfutterpflanze für die Dreipunkt-Glanzeule (Trisateles emortualis) dient. Zudem profitieren Bestäuber wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und die Hosenbiene (Dasypoda) von seinem Nektarangebot. Wenn du eine nährstoffreiche, halbschattige Ecke hast, ist es eine der unkompliziertesten heimischen Wildstauden überhaupt. Trau dich, diese oft unterschätzte Pflanze einfach gewähren zu lassen – deine Gartentiere werden es dir danken.
Wichtige Kinderstube für die Dreipunkt-Glanzeule und robuster Überlebenskünstler.
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Das Schöllkraut erfüllt wichtige Funktionen im Garten-Ökosystem. Es ist die lebensnotwendige Raupenfutterpflanze für die Dreipunkt-Glanzeule (Trisateles emortualis) und lockt mit seinen Blüten Bestäuber wie den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) an. Auch Wildbienen, darunter die Hosenbiene (Dasypoda), und Käfer wie der Schmalbock (Lepturinae) nutzen die Pflanze als Anlaufstelle. Vögel wie das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) finden in dichten Beständen Schutz und Nahrung. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Art eine verlässliche Quelle in halbschattigen Bereichen, in denen andere Blühpflanzen oft fehlen.
Bitte beachte, dass das Schöllkraut nicht kindersicher ist. Alle Pflanzenteile gelten als giftig; besonders der austretende Milchsaft kann bei Kontakt die Haut reizen. Trage bei der Gartenarbeit vorsichtshalber Handschuhe und achte darauf, dass Kinder keine Teile der Pflanze in den Mund nehmen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.49 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, an dem die Pflanze vor der prallen Mittagssonne geschützt ist.
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt das Schöllkraut einen fetten, stickstoffreichen Boden.
Feuchtigkeit: Der Untergrund sollte 'frisch' sein, was in der Gärtnersprache einen mäßig feuchten Boden beschreibt, der nie ganz austrocknet.
Pflanzzeit: Du kannst die Staude im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Die Pflanze ist extrem pflegeleicht und benötigt keinen zusätzlichen Dünger, sofern der Boden humos ist.
Vermehrung: Sie versamt sich meist zuverlässig von selbst. Falls du die Ausbreitung begrenzen willst, solltest du die Samenkapseln rechtzeitig entfernen.
Überwinterung: Ein Rückschnitt im Winter ist nicht nötig; die Pflanze ist winterhart.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata). Beide teilen ähnliche Standortansprüche und fördern gemeinsam die Vielfalt heimischer Schmetterlinge an schattigen Plätzen.
Das Schöllkraut (Chelidonium majus) ist eine in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitete Art, die als Archäophyt (eine bereits vor 1492 eingebürgerte Pflanze) eingestuft wird. Es besiedelt bevorzugt nährstoffreiche Standorte im Halbschatten, wie Mauern oder Heckenränder. Charakteristisch ist die Symbiose mit einer Arbuskulären Mykorrhiza (AM), einer speziellen Form von Bodenpilzen, die die Nährstoffaufnahme unterstützt. Laut Roter Liste gilt die Art als nicht gefährdet und ist fester Bestandteil unserer heimischen Flora an ruderale Standorten (durch menschliche Nutzung geprägte Flächen).
22 Arten interagieren mit dieser Pflanze
8 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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