
Centaurium erythraea
Auch bekannt als: Kopfiges Tausendgüldenkraut
36
Arten
interagieren
60
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die leuchtend rosa, sternförmigen Blüten, die sich bei Sonnenschein öffnen und oft einen hellen Schlund zeigen. Wer dieses kleine Enziangewächs im Garten hat, fördert gezielt die Artenvielfalt, da es eine wichtige Tankstelle für spezialisierte Insekten ist. Besonders die Gewöhnliche Bindensandbiene und der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) schätzen das Nektarangebot zwischen Mai und August. Da die Pflanze eher zierlich wächst, passt sie wunderbar in sonnige Beete mit normalem Boden. Wenn du ihr den richtigen Platz gibst, sorgt sie durch Selbstaussaat zuverlässig für neuen Nachwuchs im nächsten Jahr.
Rosa Blütensterne für den Hauhechel-Bläuling und wilde Sandbienen.
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Nach aktuellen Bestäuberdaten ist das Tausendgüldenkraut eine wertvolle Nahrungsquelle für Wildbienen wie die Gewöhnliche Bindensandbiene und die Zweifarbige Sandbiene. Auch die Honigbiene nutzt das Angebot gerne. Unter den Schmetterlingen profitiert insbesondere der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) sowie verschiedene Heufalter vom Nektar der rosa Blüten. Da die Blütezeit bis in den August reicht, bietet die Pflanze Nahrung in einer Zeit, in der viele andere Wiesenblumen bereits verblüht sind. Die im Herbst reifenden Samen werden zudem von kleinen Singvögeln aufgesucht.
Das Echte Tausendgüldenkraut ist als nicht kindersicher eingestuft. Es enthält Bitterstoffe, die bei Verzehr größerer Mengen Unwohlsein hervorrufen können; im Ziergarten sollte man daher bei kleinen Kindern achtsam sein. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen rosa Sternblüten in dieser Wuchshöhe kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.11 m
Suche dir einen vollsonnigen Platz aus, damit sich die Blüten tagsüber weit öffnen.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normaler Gartenerde bestens zurecht.
Staunässe mag sie nicht, aber der Boden sollte nie ganz austrocknen.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Da die Pflanze oft zweijährig wächst, solltest du die verblühten Stängel nicht sofort zurückschneiden.
Lass die Samen ausreifen, damit sich die Art durch Selbstaussaat im Garten erhalten kann.
Eine zusätzliche Düngung ist in normalem Boden nicht erforderlich.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) - beide teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich gut in der Blütezeit.
Auch die Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) passt ökologisch hervorragend dazu, da beide Arten ähnliche Insekten anlocken.
Das Echte Tausendgüldenkraut gehört zur Familie der Enziangewächse (Gentianaceae). Es ist in Mitteleuropa indigen (ursprünglich heimisch) und besiedelt natürlicherweise sonnige Waldlichtungen oder magere Wiesen. Charakteristisch ist die Wuchsform als zweijährige Pflanze: Im ersten Jahr bildet sich eine bodennahe Blattrosette, im zweiten Jahr schiebt der vierkantige, oben verzweigte Stängel mit den doldenartigen Blütenständen empor. Die Art gilt laut Roter Liste derzeit als nicht gefährdet, ist aber in der freien Natur geschützt.
32 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_368840729
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