Bild folgtKI-generierte IllustrationTripolium pannonicum
Auch bekannt als: Strand-Aster
30
Arten
interagieren
31
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist die Pannonische Salzaster (Tripolium pannonicum) an ihren violetten Strahlenblüten mit gelber Mitte und den fleischigen, bläulich-grünen Blättern. Als heimischer Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) ist sie eine ökologische Kostbarkeit für feuchte Gartenstellen. Besonders der Astern-Mönch (Cucullia asteris) und der Kleine Feuerfalter profitieren von dieser späten Nahrungsquelle. Wenn du einen sonnigen Platz mit nahrhaftem Boden hast, bietet sie eine tolle Möglichkeit, seltene Arten zu unterstützen. Du holst dir damit ein Stück Küsten- oder Binnensalzstellen-Natur direkt in dein Beet.
Späte violette Blühpracht und Rettungsinsel für den seltenen Astern-Mönch.
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Diese Aster ist eine unverzichtbare Raupenfutterpflanze für spezialisierte Falter wie die Erbseneule, den Astern-Mönch (Cucullia asteris) und den Rotgebänderten Blütenspanner. Auch als Nektarquelle ist sie wertvoll, da sie Besucher wie den Kleinen Fuchs, den Kleinen Feuerfalter und den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) anzieht. Zudem profitieren Wildbienen wie die Gewöhnliche Blutbiene und die Punktierte Blutbiene von ihrem Angebot. Im Winter bieten die vertrockneten Stängel wertvolle Überwinterungsplätze für Insektenlarven. Die Samenreife im Spätherbst liefert zudem Nahrung für heimische Singvögel.
Die Pannonische Salzaster wird als nicht kindersicher eingestuft. Sie sollte daher nicht in Bereichen gepflanzt werden, in denen Kleinkinder unbeaufsichtigt Pflanzenteile in den Mund nehmen könnten. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen, fleischigen Blätter und des Standorts in der Regel nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.31 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Pflanze ist ein Starkzehrer (benötigt viele Nährstoffe) und bevorzugt frische, also mäßig feuchte Erde.
Mykorrhiza: Sie geht eine AM-Verbindung (Arbuskuläre Mykorrhiza, eine nützliche Pilz-Wurzel-Symbiose) ein. Das bedeutet, dass spezialisierte Pilze die Wurzeln besiedeln und der Pflanze helfen, Nährstoffe besser aufzunehmen.
Pflanzzeit: Setze sie zwischen März und Mai oder von September bis November in die Erde, solange der Boden offen ist.
Pflege: Da sie nahrhaften Boden liebt, darfst du im Frühjahr gerne organischen Dünger oder Kompost einarbeiten.
Wässerung: Achte darauf, dass der Boden nie ganz austrocknet, da sie Feuchtigkeit schätzt.
Vermehrung: Die Pflanze sät sich an geeigneten Stellen oft selbst aus.
Begleitpflanze: Eine gute Partnerin ist der Echte Eibisch (Althaea officinalis). Beide Arten teilen die Vorliebe für feuchte, nährstoffreiche Böden und kommen in ähnlichen natürlichen Lebensräumen vor.
Die Pannonische Salzaster gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in Deutschland und Österreich heimisch und besiedelt natürlicherweise Salzstellen im Binnenland oder an der Küste. Als Halophyt (Salzpflanze) hat sie die Fähigkeit, Salz in ihren Blättern einzulagern, was ihr ein sukkulentes, also fleischiges Aussehen verleiht. Ihr Wuchs ist meist aufrecht und verzweigt, wobei sie Höhen von bis zu 60 Zentimetern erreichen kann. Sie bildet eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (Nutzpilze im Boden), was ihre Nährstoffaufnahme verbessert.
26 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →