Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus tilioides
Auch bekannt als: Rubus tilioides
65
Arten
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dokumentiert
Du erkennst die Lindenähnliche Haselblattbrombeere (Rubus tilioides) an ihren markanten Blättern, die in ihrer Form stark an Lindenblätter erinnern und weich behaart sind, gepaart mit den typischen Brombeerranken. Diese heimische Art ist ein wahrer Segen für den Naturgarten, da sie von Mai bis August eine verlässliche Nahrungsquelle darstellt. Besonders Schmetterlinge wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und Wildbienen wie die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor) fliegen die Blüten gezielt an. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die Struktur bietet und gleichzeitig das Überleben seltener Insekten sichert, ist diese Brombeere die richtige Wahl für dich.
Nektar-Riese mit fast 10 Mikrolitern pro Blüte für seltene Dickkopffalter.
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Mit einer Blütezeit von Mai bis August überbrückt diese Art die nahrungsarme Zeit im Hochsommer. Nach aktuellen Bestäubungsdaten bietet jede Blüte ein Nektarvolumen von etwa 9,6506 Mikrolitern – das ist eine beachtliche Menge, die für zahlreiche Insektenbesuche ausreicht. Davon profitieren spezialisierte Falter wie der Schwarzbraune Würfel-Dickkopf (Muschampia tessellum) oder der Arktische Perlmuttfalter (Boloria polaris). Auch Wildbienen, darunter die Graue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Gelbbeinige Sandbiene (Andrena flavipes), nutzen das reiche Angebot. Im Winter bieten die verbleibenden Ruten Schutzräume für überwinternde Insektenlarven.
Achte darauf, dass die Pflanze aufgrund ihrer Stacheln als nicht kindersicher eingestuft wird; Kratzer beim Spielen sind also möglich. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Beerenarten besteht bei genauer Betrachtung der lindenähnlichen Blätter kaum. Die Früchte selbst sind ungiftig und können im Garten belassen oder von Vögeln verzehrt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Nektar
9.6506 µl/Blüte
Suche für die Lindenähnliche Haselblattbrombeere einen Platz an einer sonnigen bis halbschattigen Hecke aus.
Der Boden sollte mäßig nährstoffreich sein, wobei die Pflanze dank der AM (Arbuskulären Mykorrhiza, einer speziellen Wurzelgemeinschaft) auch mit durchschnittlichen Gartenböden gut zurechtkommt.
Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November pflanzen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Da sie Ranken bildet, solltest du ihr etwa zwei bis drei Meter Platz zum Nachbarn lassen.
Ein Rückschnitt der zweijährigen Ruten nach der Ernte im Spätsommer fördert die Vitalität.
Gieße in langen Trockenperioden regelmäßig, damit die Fruchtbildung nicht stockt.
Als Vermehrung bieten sich Absenker an, die im Kontakt mit dem Boden schnell neue Wurzeln schlagen.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Hasel (Corylus avellana) – beide bilden zusammen einen natürlichen Waldmantel (Übergangszone zwischen Wald und offenem Feld), der Vögeln ideale Nistmöglichkeiten bietet.
Diese Pflanze gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als bodenständige Art oder Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder indigen ist) verbreitet. Sie wächst bevorzugt an Waldrändern und in Gebüschen, wo sie mit Hilfe von Mykorrhiza (einer Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) Nährstoffe erschließt. Als ausdauernder Strauch bildet sie die für die Gattung Rubus typischen Ruten aus, die im Garten sowohl als Sichtschutz als auch als wertvolles Habitat fungieren.
65 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloRes_2022
•Mendeley_UK_2022
•FloRes Database — Takkis et al. (2018), DOI: 10.1371/journal.pone.0202501 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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