Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus infestus
Auch bekannt als: Rubus infestus
65
Arten
interagieren
118
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Feindliche Brombeere (Rubus infestus) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren kräftig bewehrten, bogig überhängenden Ruten und den typisch gefiederten Blättern ist sie ein Charakterstrauch unserer Landschaft. Als einheimischer Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) ist sie tief im Ökosystem verwurzelt. Besonders Wildbienen wie die Graue Sandbiene (Andrena cineraria) und Schmetterlinge wie der Rote Würfelfalter (Spialia sertorius) schätzen ihr reiches Nahrungsangebot. Wenn du einen naturnahen Garten mit Platz für wilde Ecken pflegst, bietet diese Art einen unschätzbaren Wert als Lebensraum. Du machst hier alles richtig, wenn du ihr den nötigen Raum zur Entfaltung lässt.
Nektar-Gigant für Würfelfalter: Fast 10 Mikroliter Nahrung pro Blüte.
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Diese Art ist eine ökologische Tankstelle: Mit fast 10 Mikrolitern Nektar pro Blüte (9,6506 µl) bietet sie ein Vielfaches dessen, was viele andere Wildblumen liefern. Davon profitieren Schmetterlinge wie der Rote Würfelfalter (Spialia sertorius) oder der Schwarzbraune Würfelfalter (Muschampia tessellum) enorm. Auch Wildbienen wie die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor) und die Gelbspurige Sandbiene (Andrena flavipes) steuern die Blüten gezielt an. Zudem ist sie eine wichtige Nahrungspflanze für die Raupen verschiedener Perlmuttfalter, darunter der Arktische Perlmuttfalter (Boloria polaris) und der Hochmoorgelbling-Perlmuttfalter (Boloria frigga).
Die Feindliche Brombeere ist nicht kindersicher. Grund dafür ist ihre starke Bewehrung mit Stacheln, die zu schmerzhaften Kratzern führen kann. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht in unseren Breitengraden bei Brombeeren kaum; die Pflanze selbst ist ungiftig.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.72 m
Nektar
9.6506 µl/Blüte
Standort : Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht und die wertvollen Nektarressourcen entwickeln kann.
Boden : Sie gedeiht am besten auf frischen (mäßig feuchten) Böden und gilt als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf).
Pflanzzeit : Setze die Brombeere idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Pflege : Da sie nicht als kindersicher eingestuft wird, solltest du sie an Gartenrändern platzieren, wo die Stacheln nicht stören. Ein Rückschnitt der alten Ruten nach der Fruchtbildung fördert die Vitalität.
Vermehrung : Die Pflanze vermehrt sich oft selbstständig über Absenker (Triebe, die bei Bodenkontakt Wurzeln bilden).
Kombinationsempfehlung : Gute Partnerin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen ähnliche Ansprüche an Licht und Boden und ergänzen sich in ihrer ökologischen Funktion für Bestäuber.
Die Feindliche Brombeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) innerhalb der Ordnung der Rosenartigen. Sie ist in Deutschland und Österreich indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt sonnige Standorte mit frischen Böden. Botanisch zeichnet sie sich durch eine Mykorrhiza-Symbiose (Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Wurzeln) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) aus, die ihr bei der Nährstoffaufnahme hilft. Als ausdauernde, verholzende Pflanze bildet sie dichte Bestände, die sowohl Schutz als auch Nahrung für die heimische Fauna bieten.
3 Videos zu Feindliche Brombeere



65 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloRes_2022
•Mendeley_UK_2022
•FloRes Database — Takkis et al. (2018), DOI: 10.1371/journal.pone.0202501 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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