Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus elatior
Auch bekannt als: Rubus elatior
65
Arten
interagieren
118
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Höhere Brombeere durch ihren kräftigen, aufrechten Wuchs und die charakteristisch gezähnten Blätter auf. Als heimischer Strauch ist sie ein unersetzlicher Baustein für die Artenvielfalt in deinem Garten, da sie als wichtige Futterquelle für spezialisierte Falter wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) dient. Auch Wildbienen wie die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor) schätzen das reichhaltige Nektarangebot zwischen Mai und August sehr. Mit dieser Pflanze schaffst du ein wertvolles Biotop, das Lebensraum und Nahrung vereint. Du wirst staunen, wie viel Leben dieser robuste Strauch in deine grüne Oase bringt.
Energie-Riese für Falter: Fast 10 Mikroliter Nektar pro Blüte.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Höhere Brombeere ein echtes Kraftpaket. Jede Blüte liefert stolze 9,65 Mikroliter Nektar – eine enorme Menge, die als hochenergetische Tankstelle für Insekten fungiert. Davon profitieren Schmetterlinge wie der Schwarzbraune Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer) und der Hochmoor-Perlmuttfalter (Boloria frigga). Auch zahlreiche Wildbienen, darunter die Gelbbindige Furchenbiene (Andrena flavipes) und die Erzfarbene Sandbiene (Andrena chrysosceles), sind auf dieses Angebot angewiesen. Die Früchte dienen im Spätsommer zudem vielen Vögeln als wichtige Nahrungsgrundlage vor dem Winter.
Achtung beim Pflanzen und Pflegen: Die Höhere Brombeere ist aufgrund ihrer starken Bestachelung nicht kindersicher und kann bei unvorsichtiger Berührung schmerzhafte Kratzer verursachen. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht im Bereich der Brombeergewächse in unseren Breiten kaum. Die Früchte sind wie bei allen Rubus-Arten ungiftig.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Nektar
9.6506 µl/Blüte
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entwickeln kann.
Boden: Die Art ist ein Mittelzehrer (benötigt mäßig viele Nährstoffe) und bevorzugt frischen Boden, was in der Fachsprache eine mäßig feuchte, nie ganz austrocknende Erde bedeutet.
Pflanzzeit: Setze junge Sträucher am besten von März bis Mai oder zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Symbiose: Die Pflanze nutzt die AM-Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft mit Pilzen, die den Wurzeln helfen, Nährstoffe besser aufzunehmen).
Pflege: Ein Rückschnitt der alten Ruten im zeitigen Frühjahr fördert die Vitalität.
Vermehrung: Dies geschieht meist über Absenker oder Stecklinge im Spätsommer.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen ähnliche Ansprüche an den Boden und ergänzen sich hervorragend in der Struktur des Naturgartens.
Die Höhere Brombeere (Rubus elatior) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist in unserer Region indigen (einheimisch) oder gilt als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor der Entdeckung Amerikas 1492 bei uns heimisch war). Typischerweise besiedelt sie lichte Waldränder und Gebüsche auf normalen, mäßig feuchten Böden. Die Art wird auf der Roten Liste in der Kategorie G geführt, was eine Gefährdung unbekannten Ausmaßes anzeigt. Im Gegensatz zu kriechenden Brombeeren zeichnet sie sich durch ihren deutlich höheren und stabileren Wuchs aus.
3 Videos zu Höhere Brombeere



65 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloRes_2022
•Mendeley_UK_2022
•FloRes Database — Takkis et al. (2018), DOI: 10.1371/journal.pone.0202501 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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