
Melilotus albus
Auch bekannt als: Weißer Honigklee, Weisser Honigklee, Bokharaklee
50
Arten
interagieren
283
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen langen, weißen Blütentrauben und den dreizähligen Blättern lässt sich der Weiße Steinklee sofort erkennen. Er ist ein unverzichtbarer Nektarspender im Hochsommer, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) schätzen das reiche Angebot. In deinem Garten sorgt er als Bodenverbesserer für Vitalität, da er mit Hilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff im Boden anreichert. Trau dich ruhig an diese robuste Wildpflanze, sie verzeiht auch trockene Phasen im Sommer problemlos. Wenn du ihn einmal im Garten hast, wirst du das rege Treiben an den duftenden Blüten nicht mehr missen wollen.
Duftender Magnet für die Rotbeinige Furchenbiene von Juni bis August.
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Diese Pflanze ist eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird sie intensiv von der Rotbeinigen Furchenbiene (Halictus rubicundus) und der Dickkopf-Schmalbiene (Lasioglossum calceatum) beflogen. Auch Feldwespen (Polistes) suchen die Blüten regelmäßig auf, um Energie zu tanken. Für den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) stellt der Steinklee eine wertvolle Nektarquelle dar. Da die Pflanze eine Symbiose mit AM-Mykorrhizapilzen (Pilze, die den Wurzeln bei der Nährstoffaufnahme helfen) eingeht, fördert sie zudem die Mikrobiologie und Gesundheit deines Gartenbodens nachhaltig.
Der Weiße Steinklee wird als nicht kindersicher eingestuft und ist nicht für den Verzehr geeignet. Er enthält den Stoff Cumarin, der bei Schimmelbefall oder falscher Lagerung kritisch werden kann. Achte darauf, dass Kinder die Pflanzenteile nicht in den Mund nehmen. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist aufgrund der markanten weißen Blütentrauben jedoch unwahrscheinlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.73 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, denn der Steinklee liebt Wärme.
Boden: Er kommt mit normalem Gartenboden (Mittelzehrer: Pflanzen mit mäßigem Nährstoffbedarf) bestens zurecht, solange dieser eher trocken als staunass ist.
Pflanzzeit: Du kannst ihn im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange kein Frost herrscht.
Pflege: Die Pflanze ist extrem pflegeleicht und benötigt keine zusätzliche Düngung.
Vermehrung: Da er sich gerne selbst versamt, kannst du die Triebe nach der Blüte einkürzen, falls du die Ausbreitung begrenzen möchtest.
Besonderheit: Er bildet eine AM-Mykorrhiza (eine nützliche Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Bodenpilzen) aus, was seine Widerstandskraft stärkt.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare). Beide teilen die Vorliebe für sonnig-trockene Standorte und ergänzen sich optisch sowie ökologisch hervorragend als Tankstelle für Bestäuber.
Der Weiße Steinklee (Melilotus albus) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Man findet ihn oft an Wegrändern oder auf Brachflächen, was seinen Status als Pionierpflanze (Art, die neu geschaffene Lebensräume besiedelt) unterstreicht. Er wächst meist zweijährig und erreicht stattliche Höhen von über einem Meter. Charakteristisch sind die fein gezähnten Teilblätter und der intensive Duft nach frischem Heu, der durch den Inhaltsstoff Cumarin entsteht.
1 Video zu Weißer Steinklee

40 Arten interagieren mit dieser Pflanze
8 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_193248667
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