Bild folgtKI-generierte IllustrationHamearis lucina (Linnaeus, 1758)
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An seinem charakteristischen orange-braunen Schachbrettmuster auf den Flügeloberseiten lässt sich der Frühlingsscheckenfalter sofort erkennen. In deinem Garten ist dieser kleine Schmetterling ein spezialisierter Gast, den man als oligophag (auf wenige Nahrungspflanzen spezialisiert) bezeichnet. Die Falter sind laut Datenbasis im Juni aktiv und fliegen dann gezielt heimische Nektarquellen wie die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca), das Knöllchen-Scharbockskraut (Ficaria verna) oder das Ausdauernde Gänseblümchen (Bellis perennis) an. Auch die Mandelblättrige Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides) dient als wichtige Energiequelle. Für die Fortpflanzung benötigt das Weibchen ganz bestimmte Bedingungen, da die Raupen ausschließlich an Primeln fressen. Konkret werden die Wiesen-Primel (Primula veris) und die Schaftlose Primel (Primula vulgaris) als Futterpflanzen für den Nachwuchs genutzt. Du kannst die Art aktiv fördern, indem du diese Schlüsselblumen in halbschattigen Bereichen pflanzt und dort auf den Rasenmäher verzichtest. Da die erwachsenen Tiere nur im Juni erscheinen, ist der Schutz der Larvenhabitate im Rest des Jahres besonders wichtig. Wenn du also Wildstauden und Primeln stehen lässt, hilfst du diesem besonderen Bewohner.
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Dieser Falter ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Er besitzt weder einen Giftstachel noch Beißwerkzeuge, die dem Menschen oder Haustieren gefährlich werden könnten. Aufgrund seiner Seltenheit solltest du die Tiere nicht stören und ihre Futterpflanzen wie die Wiesen-Primel ungestört wachsen lassen.
Der Frühlingsscheckenfalter (Hamearis lucina) gehört zur Familie der Würfelfalter (Riodinidae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. Er ist der einzige Vertreter dieser vorwiegend tropischen Familie in Mitteleuropa und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Mit seiner geringen Größe und der markanten Gitterzeichnung aus dunklen Linien auf orangefarbenem Grund ist er gut von echten Scheckenfaltern zu unterscheiden. Er bevorzugt lichte Laubwälder und angrenzende Gartenbereiche, sofern dort seine spezifischen Wirtspflanzen in ausreichender Menge vorkommen.
Nahrung
oligophagous
17 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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