Bild folgtKI-generierte IllustrationAnthyllis vulneraria
Auch bekannt als: Echter Wundklee, Gemeiner Wundklee, Tannenklee
50
Arten
interagieren
208
Interaktionen
dokumentiert
8
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Gewöhnlichen Wundklee einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die intensiv gelben Blütenköpfchen sitzen in dichten, seidig behaarten Kelchen, die wie kleine, weiche Polster wirken. Diese Pflanze ist ein unverzichtbarer Baustein für deinen Naturgarten, da sie als spezialisierte Kinderstube für bedrohte Insekten dient. Besonders der winzige Zwergbläuling (Cupido minimus) und das Gewöhnliche Widderchen (Zygaena filipendulae) sind auf ihn als Futterquelle angewiesen. Er zeigt dir an, wo dein Gartenboden besonders mager und sonnig ist. Wenn du eine trockene Böschung oder ein Alpinum hast, machst du mit dieser robusten Art alles richtig.
Seidige Blütenkissen als Lebensretter für seltene Bläulinge.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Wundklee eine der wichtigsten Raupenfutterpflanzen für spezialisierte Schmetterlinge. Er ernährt unter anderem die Raupen vom Silberfleck-Bläuling (Hesperia comma), dem Zwergbläuling (Cupido minimus) und dem Gewöhnlichen Widderchen (Zygaena filipendulae). Auch die Raupen des Weißgrauen Flechtenbärchens (Eilema caniola) und der Grasglucke (Lasiocampa trifolii) sind auf ihn angewiesen. Durch seine lange Blütezeit von März bis September stellt er ein kontinuierliches Nektarangebot bereit. Im Winter dienen die Samenstände zudem als wertvolle Struktur für die Überwinterung kleinerer Nützlinge.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Sie enthält Saponine (seifenähnliche Stoffe) und Gerbstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der typischen behaarten Blütenkelche jedoch nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mär – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.13 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz aus.
Boden: Die Pflanze benötigt einen mageren Boden (nährstoffarm) und verträgt Trockenheit sehr gut.
Pflanzzeit: Setze ihn im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Düngung: Verzichte komplett auf Düngemittel, da er als Schwachzehrer an karge Bedingungen angepasst ist.
Bewässerung: Nur in der ersten Anwachsphase gießen, danach ist keine zusätzliche Wassergabe nötig.
Pflege: Die verblühten Stände solltest du über den Winter stehen lassen, um Insekten Quartiere zu bieten.
Vermehrung: Er versamt sich an offenen Bodenstellen meist zuverlässig von selbst.
Begleitpflanze: Eine ideale Partnerin ist der Arznei-Thymian (Thymus pulegioides). Beide teilen die Vorliebe für trockene, magere Standorte und fördern gemeinsam eine hohe Insektenvielfalt auf engem Raum.
Der Gewöhnliche Wundklee gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Er besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Böschungen auf kalkhaltigem Untergrund. Ein charakteristisches Merkmal sind die unpaarig gefiederten Blätter, bei denen das Endblatt deutlich größer ausfällt als die restlichen Blattpaare. Dank einer Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Wurzelpilze zur Nährstoffaufnahme) kann er selbst an extrem nährstoffarmen Standorten gedeihen.
1 Video zu Gewöhnlicher Wundklee

41 Arten interagieren mit dieser Pflanze
8 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →