Bild folgtKI-generierte IllustrationAnthidium punctatum Latreille, 1809
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Du erkennst die Weißfleckige Wollbiene an ihrer kompakten Gestalt und den namensgebenden, rein weißen Flecken an den Seiten des dunklen Hinterleibs, die im Gegensatz zu anderen Arten nicht zu durchgehenden Binden zusammenlaufen. Diese solitäre (einzeln lebende) Wildbiene bringt pro Jahr nur eine Generation hervor. Ihre Eier legt sie bevorzugt in bereits vorhandene Hohlräume wie Mauerritzen, Gesteinsspalten oder Totholz ab. Im späten Frühjahr ab Mai kannst du sie beim Besuch der Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias) oder des Hufeisenklees (Hippocrepis comosa) beobachten. Während der Sommermonate nutzt sie intensiv den Gewöhnlichen Hornklee (Lotus corniculatus) sowie die Gelbe Resede (Reseda lutea) als Pollenquelle. Die Larven ernähren sich von einem vom Muttertier eingetragenen Gemisch aus Pollen und Nektar. Die Überwinterung erfolgt als Ruhelarve (ein im Wachstum gestopptes Larvenstadium) in einem festen Kokon innerhalb der Brutzelle. Um die Art in deinem Garten zu unterstützen, solltest du heimische Schmetterlingsblütler wie den Weiß-Klee (Trifolium repens) fördern und kleine Steinhaufen als Nistplatz anbieten. Achte darauf, verblühte Pflanzen wie den Steifhaarigen Löwenzahn (Leontodon hispidus) stehen zu lassen, da diese wichtige Nahrungsinseln darstellen.
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Diese Wildbiene ist völlig harmlos und ein friedlicher Gartenbewohner, der kein aggressives Verhalten gegenüber Menschen zeigt. Da sie wie alle heimischen Wildbienen unter allgemeinem Artenschutz steht, darf sie nicht gefangen oder in ihrer Brut gestört werden. Ein Stich ist aufgrund ihres friedfertigen Wesens nicht zu befürchten.
Die Weißfleckige Wollbiene (Anthidium punctatum) gehört zur Familie der Bauchsammlerbienen (Megachilidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt trockene, sonnenexponierte Standorte wie Magerrasen oder strukturreiche Gärten. Charakteristisch für diese Art sind die weißen Fleckenpaare auf dem Abdomen (Hinterleib), die sie von der größeren Garten-Wollbiene mit ihren gelben Zeichnungen unterscheiden. Die Lebensweise ist streng solitär, was bedeutet, dass jedes Weibchen sein eigenes Nest ohne die Hilfe eines Staates baut.
22 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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