Bild folgtKI-generierte IllustrationAngelica archangelica subsp. litoralis
Auch bekannt als: Angelica archangelica subsp. litoralis
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Arten
interagieren
47
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Küsten-Engelwurz (Angelica archangelica subsp. litoralis) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Sie beeindruckt durch ihren stattlichen, fast architektonischen Wuchs und die kugeligen, grünlich-gelben Blütendolden. Als heimischer Doldenblütler ist sie ein wahrer Magnet für spezialisierte Insekten und wertet feuchte Gartenbereiche ökologisch massiv auf. Besonders der prachtvolle Schwalbenschwanz (Papilio machaon) nutzt sie gern als Nektarquelle, während Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) die flachen Blüten ansteuern. Wenn du einen nährstoffreichen, feuchten Platz im Garten hast, holst du dir mit ihr ein echtes Naturschutz-Schwergewicht nach Hause. Du wirst staunen, wie viel Leben diese imposante Pflanze anzieht.
Imposanter Insektenmagnet: Die Küsten-Engelwurz für deinen feuchten Gartenplatz.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Küsten-Engelwurz eine unverzichtbare Futterpflanze für Schmetterlinge wie den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) sowie die selteneren Arten Papilio alexanor und Papilio hospiton. Auch die Welt der Schwebfliegen profitiert enorm: Die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) und die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae) sind regelmäßige Gäste an den Dolden. Sogar spezialisierte Wildbienen wie die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) und verschiedene Punktkäfer nutzen das reiche Angebot. Im Winter bieten die markanten, vertrockneten Stängel wertvollen Unterschlupf für überwinternde Insektenlarven.
Achtung, die Küsten-Engelwurz ist nicht kindersicher. Wie viele Doldenblütler enthält sie Stoffe, die bei Berührung in Kombination mit Sonnenlicht zu Hautirritationen führen können. Zudem besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit dem hochgiftigen Wasserschierling (Cicuta virosa). Unterscheide sie durch den Geruch: Die Engelwurz duftet angenehm würzig, während der Wasserschierling unangenehm riecht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.21 m
Damit die Küsten-Engelwurz in deinem Garten prächtig gedeiht, solltest du folgende Punkte beachten:
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da sie viel Licht benötigt.
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen sehr fetten, nährstoffreichen Boden.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte dauerhaft feucht sein; Trockenheit verträgt sie kaum.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Frost herrscht.
Pflege: Da sie eine Symbiose mit Mykorrhiza (nützliche Bodenpilze, die den Wurzeln helfen) eingeht, solltest du den Boden nicht durch tiefes Umgraben stören.
Vermehrung: Lass die Samenstände im Herbst stehen, damit sie sich selbst aussäen kann.
Kombination: Eine ideale Nachbarin ist die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus). Beide teilen die Vorliebe für nasse, nährstoffreiche Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Die Küsten-Engelwurz gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) innerhalb der Ordnung der Doldenblütlerartigen (Apiales). In Deutschland ist sie als indigene Art (ursprünglich heimisch) eingestuft und besiedelt natürlicherweise feuchte Standorte, oft in Küstennähe oder an Flussläufen. Morphologisch zeichnet sie sich durch dicke, hohle Stängel und große, doppelt gefiederte Blätter aus. Die Pflanze lebt meist zweijährig: Im ersten Jahr bildet sie eine kräftige Blattrosette, im zweiten Jahr folgt der beeindruckende Blütenstand, woraufhin die Pflanze nach der Samenreife meist abstirbt.
3 Videos zu Küsten-Engelwurz



24 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →