Bild folgtKI-generierte IllustrationAlnus glutinosa
Auch bekannt als: Betula alnus var. glutinosa
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Arten
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dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) an ihren runden, an der Spitze meist eingebuchteten Blättern und den charakteristischen dunklen, holzigen Fruchtzapfen, die den ganzen Winter über am Baum hängen. Sie ist eine der wichtigsten heimischen Arten für den Naturgarten, da sie bereits ab Januar wertvollen Pollen für die erste Insektengeneration liefert. Als Raupenfutterpflanze bietet sie Lebensraum für Spezialisten wie den Gelbgestreiften Erlen-Spanner und den Großen Grünspanner (Geometra papilionaria). Wenn du einen feuchten Gartenabschnitt oder ein Bachufer hast, machst du mit dieser Erle alles richtig. Hol dir diesen robusten Wasser-Spezialisten als ökologischen Ankerpunkt in deinen Garten.
Frühschicht für Falter: Lebensrettender Pollen ab Januar und Heimat für Spanner.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) durch ihre frühe Blüte von Januar bis März eine unverzichtbare Pollenquelle. Sie dient als spezialisierte Raupenfutterpflanze für den Gelbgestreiften Erlen-Spanner, den Buchen-Zahnspinner und die Rotbraune Waldrandeule. Auch der Lappen-Reifenspanner (Trichopteryx carpinata) und der Eckfleck-Bürstenspinner (Orgyia recens) sind auf sie angewiesen. An den Blättern lässt sich oft die Erlengallmilbe (Eriophyes laevis) beobachten. Zudem bietet das Holz Lebensraum für den Gemeinen Schrothalsbock und Falter wie die Nonne oder den Ringelspinner.
Keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten. Die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) ist grundsätzlich ungiftig. Dass sie in Datenbanken oft als nicht kindersicher geführt wird, liegt an ihrem hohen allergenen Potenzial durch den frühen Pollenflug sowie an der Neigung älterer Bäume, Totholz auszubilden, das bei Wind herabfallen kann.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jan – Mär
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
17.8 m
Standort: Die Erle benötigt einen nassen bis feuchten Standort, idealerweise in der Nähe von Teichen oder Bachläufen.
Boden: Sie bevorzugt tiefgründige, humose Böden und kommt bestens mit Sauerstoffmangel durch Staunässe zurecht.
Pflanzzeit: Setze den Baum entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Frost herrscht.
Mykorrhiza: Sie geht eine Ektomykorrhiza (Pilz-Wurzel-Symbiose) ein, was ihr hilft, Nährstoffe effizienter aufzunehmen.
Pflege: Ein regelmäßiger Rückschnitt ist möglich, da die Art sehr regenerationsfähig ist; im Garten ist dies oft wegen des zügigen Wachstums nötig.
Vermehrung: Die Vermehrung erfolgt über die Samen in den Zapfen oder durch Steckhölzer.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist der Echte Beinwell (Symphytum officinale). Beide Arten teilen die Vorliebe für feuchte Füße und fördern die Bodenökologie an Gewässerrändern.
Die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae) und ist als indigene (einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest verwurzelt. Ihr natürlicher Lebensraum sind Bachufer und Erlenbruchwälder (sumpfige Waldgebiete), wo sie auch längere Staunässe verträgt. Morphologisch auffällig ist ihre dunkle, im Alter rissige Borke und die Fähigkeit, über Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft zu binden. Sie ist eine typische Pionierpflanze, die den Boden für nachfolgende Arten vorbereitet.
3 Videos zu Schwarz-Erle



6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
71 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
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•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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