Bild folgtKI-generierte IllustrationAcalitus brevitarsus (Fockeu, 1890)
Fockeu, 1890
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Die Erlen-Filzgallmilbe (Acalitus brevitarsus) erkennst du an den charakteristischen, filzartigen Auswüchsen auf den Blättern deiner Erlen. Diese winzigen Tiere gehören zur Familie der Gallmilben (Eriophyidae), einer Gruppe spezialisierter Spinnentiere. Da sie nur einen Bruchteil eines Millimeters messen, sind sie mit bloßem Auge nicht direkt erkennbar. Sie leben parasitär (auf Kosten eines Wirts) und lösen durch ihre Saugtätigkeit eine Reaktion im Blattgewebe aus, die zur Bildung dieser geschützten Unterkünfte führt. In diesen Strukturen finden sie Nahrung und Schutz vor Fressfeinden. Für deine Bäume sind diese Milben harmlos, da sie die allgemeine Vitalität der Pflanze nicht beeinträchtigen. Im ökologischen Kreislauf dienen sie als Beute für andere räuberische Milbenarten. Als Gärtner kannst du entspannt bleiben, da ein Eingreifen nicht notwendig ist. Ein naturnaher Garten fördert Nützlinge, die das Aufkommen solcher Arten auf natürliche Weise regulieren. Es genügt, die faszinierenden Veränderungen an Schwarz-Erle, Grau-Erle oder Grün-Erle als Zeichen eines lebendigen Gartens zu betrachten.
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Diese Milbenart ist für den Menschen und seine Haustiere völlig unbedenklich. Es besteht kein gesetzlicher Schutzstatus, und auch eine Bekämpfung im Garten ist nicht erforderlich, da die betroffenen Bäume keinen nennenswerten Schaden nehmen.
Die Milbe (Acalitus brevitarsus) ist eine gallbildende Art aus der Familie der Eriophyidae. Ihr Vorkommen erstreckt sich über weite Teile Mitteleuropas, wie Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien. Diese Tiere zeigen eine hohe Wirtsspezifität (Beschränkung auf bestimmte Wirtspflanzen) und sind eng an die Gattung der Erlen gebunden. Die taxonomische Einordnung erfolgt innerhalb der Unterklasse der Milben, die zu den Spinnentieren zählen.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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