Bild folgtKI-generierte IllustrationTripleurospermum inodorum
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Geruchlose Kamille (Tripleurospermum perforatum) an ihren strahlend weißen Zungenblüten und dem leuchtend gelben Zentrum, die zusammen die typischen Körbchen bilden. Im Gegensatz zur Echten Kamille verströmen ihre fein gefiederten Blätter beim Zerreiben keinen Duft. Für deinen Garten ist sie ein Gewinn, da sie spezialisierten Insekten wie der Rotbeinigen Furchenbiene (Halictus rubicundus) eine verlässliche Futterquelle bietet. Auch der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) besucht die Blüten regelmäßig zur Nektaraufnahme. Wenn du eine unkomplizierte Wildpflanze für nährstoffreiche Standorte suchst, machst du mit ihr alles richtig.
Robuste Wildpflanze: Ein Magnet für den Kleinen Feuerfalter und Wildbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) von dieser Pflanze. Diese Wildbienen sind auf den Pollen angewiesen, um ihren Nachwuchs zu versorgen. Schmetterlinge wie der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) nutzen die Blüten als wichtige Tankstelle während der Sommermonate. Im Winter bieten die vertrockneten Samenstände eine wertvolle Nahrungsgrundlage für heimische Körnerfresser unter den Vögeln. Durch ihre Wurzelbiologie trägt sie zudem zur Gesundheit des Bodenökosystems bei.
Achtung, die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt an den enthaltenen Inhaltsstoffen, die bei Hautkontakt allergische Reaktionen (Kontaktallergien) auslösen können. Sie ist jedoch nicht giftig und kann gut von der Echten Kamille (Matricaria chamomilla) unterschieden werden, da deren Blütenboden im Gegensatz zur Geruchlosen Kamille hohl ist.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Nov
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.7 m
Wähle einen Standort in der vollen Sonne, damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entfaltet.
Der Boden sollte nährstoffreich und als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) gut mit Humus versorgt sein.
Achte auf eine frische Bodenfeuchte (mäßig feuchtes Milieu), da sie dauerhafte Trockenheit schlecht verträgt.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Eine Vermehrung erfolgt meist von selbst über die zahlreichen Samen, die im Spätsommer reifen.
Da sie Mykorrhiza-Partner (Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen) benötigt, verzichte auf chemische Dünger, die das Bodenleben stören.
Ein Rückschnitt nach der Blüte im August verhindert eine zu starke Ausbreitung, falls dies gewünscht ist.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) - beide Arten sind heimisch, teilen ähnliche Ansprüche an den Boden und fördern gemeinsam die Vielfalt der Wildbienen im Garten.
Die Geruchlose Kamille gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (brachliegende Schutt- oder Trümmerflächen) und Ackerränder auf fetten Böden. Die Pflanze wächst ein- bis zweijährig und erreicht oft beachtliche Höhen, wobei sie sich durch einen markanten, markgefüllten Blütenboden von verwandten Arten unterscheidet. Sie geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM - eine Form der Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) ein, die ihre Nährstoffaufnahme optimiert.
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78 Arten interagieren mit dieser Pflanze
56 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →